Leidenschaft, die Kummer macht
 

(TN) Auch wenn sich im Herbst der Gemüsegarten langsam leert, gilt es dennoch die Schneckenpopulation wachsam im Auge zu behalten. So noch nicht geschehen, sind die gefürchteten Nacktschnecken zur Zeit eifrig dabei, für den Nachwuchs des kommenden Jahres zu sorgen.

Erdspalten, Höhlungen, Kompostmieten oder Mulden unter alten Brettern sind beliebte Verstecke für Schneckgelege. Werden die weißen bis hellgrauen Schneckeneier entdeckt, sollten sie sorgfältig entfernt werden. „Wehret den Anfängen“, so lautet hier das Motto. Eier, die jetzt entfernt werden, können im kommenden Frühjahr für keine Schäden mehr sorgen.

Schnecken sind Zwitter und begatten sich gegenseitig. Die Geschlechtsöffnungen befinden sich am Kopf. Zur Paarung legen sich die Tiere dicht nebeneinander und stülpen ihre männlichen Begattungsorgane aus. Über diese Verbindung werden die Spermien der zwei sich verpaarenden Tiere ausgetauscht.

Nach der Paarung werden bis zu 400 der 3 bis 4 mm großen Eier in Verstecken abgelegt. Die Eiablage erfolgt je nach Witterung bis zu zweimal im Jahr. Bei der Eiablage im späten Frühjahr schlüpfen die Jungtiere nach etwa 4 Wochen. Die Eigelege des Herbstes überdauern die kalte Jahreszeit.

Neben der heimischen Roten Wegschnecke (Arion rufus) hat sich in den letzten Jahren zunehmend die dunkel gefärbte Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) bei uns ausgebreitet. Sie sorgt für die meisten Schäden an den Gartenkulturen und ist wegen ihrer starken Schleimabsonderung besonders gefürchtet.

 


 


Foto: Thomas Neder