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(TN) Süß duftet das drüsige Springkraut (Impatiens
glandulifera) jetzt im Spätsommer an den Ufern der Itz und
feuchten Gräben blüht. Die Pflanze kam 1839 aus dem westlichen
Himalaya als Gartenpflanze auf die Britischen Inseln, machte sich
dort nach und nach selbstständig und vagabundiert als sog.
Neophyt seit vielen Jahren auch bei uns an feuchten Flussufern.
Neophyten sind Pflanzen, die mit Hilfe des Menschen nach dem Jahr
1492 zu uns gekommen sind. Sie werden auch „neue“ Pflanzen
oder Neueinwanderer genannt. Pflanzen, die bereits vor 1492 hier
eingeführt wurden, tragen die Bezeichnung Archäophyten
oder Alteinwanderer.
Die stark zuckerhaltigen Blüten des Springkrauts sind bei
Insekten, der Honigbiene und vor allem bei Hummeln mit ihren langen
Rüsseln sehr beliebt. Eine Pflanze kann bis zu 4000 Samen produzieren.
Springen die Samenkapseln auf, werden sie bis zu 6m weit in der
Umgebung verteilt (daher der Name Springkraut). Mit dem Wasser werden
die Samen auch über weite Strecken transportiert. Besonders
auf stickstoffreichen offenen Sedimentflächen mit viel organischem
Material, die vom Hochwasser in unregelmäßigen Abständen
an den Uferbereichen verteilt werden, finden sich oft flächendeckende
Bestände. Die Standorte der einjährigen Pflanze wechseln
wegen den Unregelmäßigkeiten von Wasserführung und
Sedimenten von Jahr zu Jahr. Als sog. Lückenfüller schließen
sie dort in kurzer Zeit offene Flächen gestörter natürlicher
Auwald- oder Flussufervegetation. Kurzfristig können sie dort
den Aufwuchs heimischer Pflanzen unterdrücken, weshalb das
drüsige Springkraut nicht sonderlich geschätzt wird.
Mittlerweile sind in Deutschland über 400 Neophyten registriert.
In Oberfranken sind etwa 150 dieser Neubürger bekannt.
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