Gartentipps für den Monat April
 

Gräserrückschnitt und Teilung
(TN) Wer stabile Gräser wie Reitgras, Atlasschwingel oder Pfeifengras im Staudenbeet verwendet hat, konnte während des ganzen Winters die Reize der Gräser im Wechsel der Jahreszeit und des Wetters genießen. Nun wird es Zeit, die brüchigen Halme dicht über dem Boden zu entfernen. Große Horste können mit dem Spaten in faustgroße Stücke geteilt und an einem mit Kompost oder frischer Erde verbesserten Standort neu aufgepflanzt werden.

Rosen wollen gepflegt werden
Zeigen sich nach dem harten Winter die noch vitalen Knospen der Rosen, wird es Zeit für einen fachgerechten Schnitt. Die Blüte der Forsythie ist ein guter Indikator für den Rosenschnitt. Zum Start der Vegetationsperiode kann gedüngt werden. Wer langsam fließende organische Dünger bevorzugt, sollte diese bereits jetzt im Frühjahr verabreichen. Mitte Juni kann dann nochmals ein schnell verfügbarer mineralischer Dünger sinnvoll sein um die 2. Blüte zu stärken.

Salat "am laufenden Band“
Wer Salat fortlaufend ernten will, kann es mit der Salatwiese probieren. Die abgeschnittenen Blätter wachsen fortlaufend wieder nach, so dass sich die Ernte wochenlang hinziehen kann, wenn man nicht zu tief abschneidet. Es gibt diese Salatsorten mittlerweile als Samenportionen oder als Samenband. „Salat soll im Wind wehen“- auch diese Gartenregel hat in der heutigen Zeit noch ihre Gültigkeit. Steht Salat zu eng, oder wird er zu tief gepflanzt, leidet er schnell an der Salatfäule – einem Komplex zahlreicher Pilzkrankheiten. Ganz wichtig ist es, die Anbauflächen alljährlich zu wechseln. Werden auf der gleichen Fläche immer wieder dieselben Kulturen angebaut, leidet die Pflanzengesundheit zunehmend. Um den Überblick über seine Beete nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, sich alljährlich Notizen über die Belegung der Beete zu machen. Ein fortschrittlicher Gartenfreund zieht zudem alle 4-5 Jahre eine Bodenprobe und lässt die Nährstoffgehalte analysieren. Die empfohlenen Düngegaben sind wesentlich genauer und auch sinnvoller, als eine Düngergabe „aus dem Handgelenk“.

Milde Lauchzwiebeln
Voll im Trend liegen auch die mild schmeckenden Lauchzwiebeln. Das herzhafte Frühlingsgemüse sieht ähnlich aus wie Lauch, hat aber die charakteristischen Röhrenblätter einer Zwiebel. Die bis zu 40 cm langen Zwiebeln sind ideal für Wokgerichte, für Salate oder zum Würzen von Saucen und gelten wegen ihrer feineren Qualität als Alternative zu Lauch und Zwiebeln. Wer im Herbst in Reihen gesät hat, kann bereits im April ernten. Bei einer Frühjahrssaat erfolgt die Ernte dann im Juli/August.

Später Schnitt als Wachstumsbremse
Ein später Obstbaumschnitt zum Zeitpunkt der Blüte wirkt als Wachstumsbremse und kann besonders bei stark wachsenden Sorten praktiziert werden. Mit dem Pfropfen hinter die Rinde wartet man am besten bis der Baum seine volle Blütenpracht entfaltet, dann ist auch ein Lösen der Rinde und eine saubere Verbindung des Wachstumsgewebes sicherer.

Fotos: Thomas Neder

 

In schütterem Rasen unter Bäumen und Gehölzen entwickelt sich der Blaustern im Laufe der Jahre zu mächtigen leuchtenden Blütenteppichen.

Saatbänder erleichtern die Aussaat von Salat. Es gibt sie auch für andere Kulturen wie z.B. für Rettiche.

Die jungen Rosetten der Pestwurz wirken besonders jetzt zur Zeit des Austriebs sehr attraktiv.


TN_Narcissus: Wildarten von Narzissen stehen ihren großblütigen Verwanden in ihrer Blütenwirkung um nichts nach.

Feldsalat braucht oft lange, bis er keimt. Fertige Presstöpfe mit Jungpflanzen verkürzen die Zeit bis zur Ernte.
Tulpen sind die Klassiker im Frühlingsgarten schlechthin.