Die Pyramidenpappelbeutelgallenblattstiellaus
 

(TN) Ein Zungenbrecher ist sie nicht nur für Sprachstudenten, sondern auch für geübte Redner und Fachleute; gemeint ist ist die Laus mit dem wohl längsten Namen unter ihren Artgenossen -

die P y r a m i d e n p a p p e l b e u t e l g a l l e n b l a t t s t i e l l a u s. Als Salatwurzellaus wird der kleine Lästling mit der gigantische Bezeichnung in den Hausgärten öfter unangenehm. Oft wird er dort aber wegen seiner versteckten Lebensweise aber gar nicht entdeckt. Die auffälligste Erscheinung der wirtswechselnden Salatwurzellaus ist die auffällige Gallenbildung an den Blattstielen der Pappeln, die als Winterbastion dienen. Ende Mai bis Juli wird das Winterlager verlassen und die Wurzeln der Salatkulturen als Sommerresidenz aufgesucht. Der exotische Lebenswandel mit Sommer-und Winterresidenz ist zwar recht interessant, dennoch möchte man seine Mahlzeit wohl lieber alleine genießen. Hier bietet sich ein recht akzeptabler Ausweg an: Man hält die Salaltkulturen immer ausreichend feucht und verzichtet auf ältere empfindliche Sorten wie Kagraner Sommer oder Voorburg. Bei einem Befall verzichtet man mindestens 4 Wochen lang auf eine weitere Nachpflanzung empfindlicher Sorten. Nachteilig wirkt sich auch eine Fenchel-Vorkultur aus (Fenchel lockt die Läuse an, zeigt aber nur geringe Schäden). Pilzbefall, Blumenwanzen und Schwebfliegenlarven sorgen für eine natürliche Begrenzung.

Foto: Thomas Neder