„Auf die Plätze, fertig los! - Spätaussaaten im Gemüsegarten

 

(TN) Wer ein Gewächshauskasten besitzt, im Frühbeetkästen Gemüse kultiviert, oder gerne mit Vlies die Vegetationsperiode bis in den Spätherbst und Winter hinein verlängert, kann auch jetzt im September, wenn das Jahr schon weit fortgeschritten ist, noch neues und frisches Gemüse für eine Späternte anbauen.

Viel Zeit bleibt zwar nicht mehr, aber die "Sprinter" unter den Gemüsesorten schaffen es dennoch, bis zum Herbst und den ersten stärkeren Frösten ihren Teil zu knackigen gesunden Mischsalaten aus dem eigenen Garten zu liefern. Im Gewächshaus oder im Frühbeetkasten kann man mit der Auflage eines schützenden Vlieses bei Bedarf noch eine wärmende Decke über die Kulturen legen und leichte Fröste locker abwehren. Im Freiland ist auch die "Sandwichtechnik" zweier übereinander gelegter Vliese möglich. Einen Versuch ist es zumindest wert. Zu den Sprintern unter den Spätgemüsesorten zählen neben dem bekannten Feldsalat auch das Löffelkraut, der Scherkohl, der Stielmus, die Winterkresse oder der würzige Rukola. In den Weihenstephaner Mustergärten wird momentan in den Kleingewächshäusern sogar noch ein Spätsatz Fenchel versucht. Auch wenn er nicht mehr voll ausreift, liefert das würzige Kraut doch noch einen leckeren Zusatz zu Gemüsen oder Salaten. Desweiterern liefern junge China Schnittsalate, junger Schnittmanold oder die Winterheckzwiebel noch leckeres Grün.

Ideal, da kulturverkürzend sind Presstpöfe, in die bereits gesät wurde. Mancherorts bietet der Fachhandel dies Kulturvariante bereits an. Der kleine finanzielle Aufwand lohnt sich.

Bezugsquellen Samen: Neben dem gut sortierten örtlichen Fachhandel sind die Sämereien auch beziehbar z.B. unter www.niebelung.de oder www.sperli-versand.de

Fotos: Thomas Neder