Neue Energiepflanzen aus dem „Reich der Stauden“

 

(TN) Staudenliebhaber unter den Hobbygärtnern wird es sicherlich freuen, dass sich aus dem Reich „ihrer“ Stauden einige hoffnungsvolle Kandidaten befinden, von denen man sich als alternative Energiepflanzen viel verspricht. In diesem illustrem Kreis tummeln sich bekannte Solitärstauden, die man auch in Hausgärten findet, wie z.B. der bekannte Federmohn (Macleaya cordata), der Gemeine Wasserdost (Eupatorium cannabinum), der Purpur Wasserdost (Eupatorium fistulosum) oder das Kamtschatka-Mädesüß (Filipendula kamtschatica). Etwas unbekannter ist die Riesen-Scheinaster (Vernonia gigantea) oder der Kronbart (Verbesina alternifolia). All diese Arten erreichen eine Höhe von 1,80 bis 2,50 m und stellen in der Kultur keine besonderen Ansprüche an den Standort. Die Blüten sind zudem eine begehrte Nahrungsquelle für viele Insektenarten. Dies macht sie auch ökologisch interessant.

Mit ganz vorne zu finden ist die etwas unbekanntere Becherpflanze (Silphium perfoliatum). Sie ist momentan Thema eines Forschungsobjektes an der Universität Bayreuth. Renommierte Gartengestalter wie Piet Oudolf verwenden die Becherpflanze schon seit längerem in besonders ausgefallenen Staudenzusammenstellungen.

Ein großer Vorteil der diskutierten Arten wird darin gesehen, dass sie z. B. im Gegensatz zu Mais extensiv angebaut werden können und bis zu 20 Jahre beerntbar sein sollen. Auch die Menge der erntbaren Trockenmasse kann sich sehen lassen. Belastbare Ergebnisse werden 2015 erwartet.

Foto: Thomas Neder

 
 
Große Hoffnungen als Energiepflanze setzt man momentan in die gelbblühende Becherpflanze (Silphium perfoliatum).