Gartentipps für den Monat Februar
 

Erster gelber Frühlingszwerg
(TN) Mit zu den ersten Frühlingsgeophyten, die sich aus der Deckung wagen, gehört der Winterling (Eranthis hyemalis). Kein Garten ist zu klein für den leuchtend gelben Zwerg. Am wohlsten fühlt er sich im lichten Saum von Gehölzen. Er ist zwar recht robust, aber kalten klitschigen Boden mag er überhaupt nicht. Fühlt er sich wohl, samt er sich reichlich aus und bildet schnell dichte Teppiche. Die Samen werden gerne von Ameisen verschleppt. Um den Blütenflor zu strecken, kann man die großblütige Sorte `Thunbergii` oder Eranthis cilicia der Pflanzung beimischen.

Generell sollte man sich jetzt im Garten, die Stellen merken, an denen der Schnee zuerst verschwindet. Diese warmen Stellen sind für die frühblühenden Zwiebelpflanzen, die man im Herbst steckt besonders interessant.

Kampf der Möhrenfliege
Viel Ärger bereitet Gemüsefreunden zunehmend die Möhrenfliege. Der lästige Schädling wird vom Duft der Möhren, aber auch von frischem Kompost oder Mist angelockt. Gemüseschutznetze funktionieren als mechanische Abwehr nur dann, wenn im letzten Jahr auf dem Beet keine Möhren angebaut wurden und sich keine Puppen des Schädlings im Boden befinden. Wer jetzt sein Saatgut besorgt, kann es mit den Sorten `Ingot F1`und `Flyaway` versuchen. Sie bleiben weitgehend madenfrei. Dies liegt wohl an der sog. Chlorogensäure, den die Larven zur Entwicklung brauchen, die aber in diesen beiden Sorten nur sehr wenig vorhanden ist. Zwiebeln, die zwischen den Möhren gesteckt werden, helfen nur bedingt. Hierzu sollten, wie Untersuchungen gezeigt haben, auf mindestens 4 Reihen Zwiebeln je eine Reihe Möhren kommen. Die abwehrende Wirkung soll zudem leider nur während des Wachstums der Schalotten gegeben sein.

(Gemüseschutznetze und Samen z.B. unter www.garten-wn.de)

Kartoffeln für die Juliernte vortreiben
Wer Kartoffeln schon im Juli ernten möchte, kann es mit dem Vortreiben der schmackhaften Knolle versuchen. Warum nicht auch mal das Experiment mit bunten Pflanzkartoffeln versuchen? `Rosa Tannenzapfen`, `Blauer Schwede`, oder `Roter Erstling` sind interessante Sorten, die es im Probierset gibt. (Bestelladresse: www.biogartenversand.de)

Vorgetriebene Kartoffeln wachsen auch im kühlen Boden schnell weiter und bilden rasch einen dichten Bestand. Verfrühte Kartoffeln bringen durch den Wachstumsvorsprung höhere Erträge und erliegen in Jahren mit der Kraut- und Braunfäule nicht so schnell dem gefürchteten Pilz.

Mit dem Vorkeimen beginnen kann man etwa Ende März bis Mitte April. Bei früher Pflanzung vor Mitte Mai ist die Verwendung eines schützenden Vlieses sinnvoll. Zum Vorkeimen stellt man die Kartoffeln 3-5 Wochen hell bei 10-15 Grad auf. Wenn die Keime etwa 3 cm lang sind, kann man sie zur Verzögerung und Abhärtung bei 6-8 Grad weiter wachsen lassen. In eine Pflanzkiste gelegt, belässt man zwischen den Knollen etwa 3-4 cm Platz, positioniert die Partie mit den meisten Augen nach oben und deckt dann das ganze mit einer lockeren Sand-Erdmischung ab. Kartoffeln sind übrigens mit einer natürlichen Keimhemmung ausgestattet, damit sie nicht frühzeitig austreiben. Frühkartoffeln keimen rasch. Spätkartoffeln lassen sich dagegen relativ viel Zeit. Stellt man die Knollen 2-3 Tage in einen etwa 20 Grad warmen Raum, bricht man rasch die Keimruhe und fördert den Austrieb.
Fruchtmumien entfernen – Fruchtfäulen reduzieren
Fruchtmumien hängen unscheinbar und brav in den Bäumen, doch bergen sie auf ihrer mit Pilzsporen durchsetzen Hülle viel Potential für Ärgernis und Verdruss. Um das Ansteckungspotential der Früchte zu vermindern und einer Fruchtfäule vorzubeugen, sollten die am Baum verbliebenen Fruchtmumien restlos entfernt und entsorgt werden. Dies gilt im Prinzip für alle Obstarten, angefangen von Zwetschgen, Pfirsichen bis zum Apfel.

Fotos: Thomas Neder

 
Mit zu den ersten Frühlingsgeophyten, die sich aus der Deckung wagen, gehört der Winterling (Eranthis hyemalis).

Um das Ansteckungspotential der Früchte zu vermindern und einer Fruchtfäule vorzubeugen, sollten die am Baum verbliebenen Fruchtmumien restlos entfernt und entsorgt werden.


Die Zaubernuss zählt neben dem Winterschneeball zu den klassischen Winterblühern unter den Gehölzen.


Die Blüte des Schneeglöckchens ist ein erstes zartes Zeichen des Wiedererwachens der Natur.

 

Auch ohne Blütenfarbe zeigen die flauschigen Blütenstände der heimischen Wildclematis eine beeindruckenden Wirkung.


Zahlreiche Arten der Erica, wie hier Erica gracilis, trotzen der Kälte des Winters und entzücken mit leuchtenden Blütenglocken.