Die "Zauberhafte"
 

(TN) Sobald sich der Winter von seiner etwas milden Seite zeigt, ist sie da, die Blüte der Zaubernuss. Die Hamamelis wie sie botanisch auch genannt wird, blüht schon jetzt in manchen Gärten des Coburger Landes.

Die Zaubernuss ist mit einigen Arten sowohl in Nordamerika, als auch in Asien beheimatet. Charakteristisch sind die spinnen- oder riemenähnlichen Kronblätter. Sie sind ein echter Blickfang und verzaubern jeden Garten. Die Zaubernuss lässt sich Zeit mit dem Wachsen und will in ihrer Schönheit alleine wirken. Für eine Gruppenpflanzung in einer gemischten Hecke ist sie daher viel zu schade. Auf den Schnitt kann fast ganz verzichtet werden. Neben ihrer Blüte fällt die wunderschöne Goldfärbung im Herbst auf. Die Blätter erinnern an die heimische Haselnuss. Von Winterbeginn bis zum Frühjahr zeigen die unterschiedlichen Zaubernussarten eine beeindruckende Blütenpracht. Das Farbspektrum reicht vom leuchtenden Gelb, über ein dezentes Karmin bis zum knalligen Rot. Als Standort sagt ihnen ein durchlässiger humoser Boden am besten zu.

Hamamelis mollis oder auch Lichtmess- bzw. Chinesische Zaubernuss genannt, ist die wohl beliebteste Art. Besonders stark duftet die Sorte `Goldcrest`. Bis zu 3cm groß sind die schwefelgelben Einzelblüten bei der Zuchtform `Pallida.

Weiterhin erhältlich ist die Japanische Zaubernuss - Hamamelis japonica. Eine Kreuzung aus Chinesischer und Japanischer Zaubernuss wird als Hamamelis x intermedia bezeichnet. Hier sind vor allem viele rot blühende Arten wie z .B. `Diane`, `Jelena` und `Carmine Red´ im Angebot. Hamamelis virginiana kommt aus Nordamerika und blüht während des Laubfalls, was ein besonders seltenes Bild ergibt. Auch hier werden Gelb-, Orange- und Gelbtöne angeboten.

Foto: Thomas Neder