Die Kräuselkrankheit erwacht aus dem Winterschlaf
 

(TN) Manche Krankheiten haben es besonders eilig, und machen sich bereits früh im Jahr auf den Weg um den Gärtner zu ärgern. Zu den Frühaufstehern unter den gefürchteten Pilzkrankheiten gehört die Kräuselkrankheit (Taphrina deformans).

Bereits jetzt, wenn durch den sprunghaften Temperaturanstieg die Knospen schwellen, ist mit einer Infektion zu rechnen.

Für eine Bekämpfung der Kräuselkrankheit stehen im Hausgarten zulassungsbedingt momentan keine Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Wer etwas dagegen machen möchte, kann es mit dem Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln auf Basis von Fettsäuren und Pflanzenextrakten, wie z. B. Neudo-Vital Obst Pilzschutz versuchen. Die Behandlung mit dem Mittel muss dann aber bereits mit dem Schwellen der Knospen 1-2 mal erfolgen und auch im März und April bis zum vollständigen Austrieb mehrmals wiederholt werden.
Später im Frühjahr, wenn die Krankheit leicht an den blasig aufgetriebenen Blättern auffällt, ist es für eine Behandlung zu spät. Die befallenen Blätter trocknen im Frühsommer ein und fallen dann ab. Oft wird auch der Neuaustrieb erneut befallen, wodurch der Baum deutlich geschwächt wird.
Befallen werden so gut wie alle Sorten, wobei die Sorten `Benedicte` und `Revita`, die sich auch im Obstlehrgarten am Landratsamt befinden, als robuste Arten mit nur geringem Befall herausgestellt haben.

Foto: Thomas Neder

 
Bereits jetzt, wenn durch den sprunghaften Temperaturanstieg die Knospen anfangen zu schwellen, ist mit einer Infektion durch die Kräuselkrankheit beim Pfirsich zu rechnen.
Später im Frühjahr, wenn die Krankheit leicht an den blasig aufgetriebenen Blättern auffällt, ist es für eine Behandlung zu spät.