Aprikosenernte wie in Südtirol
 

(TN) Es ist immer wieder eine Freude, das fruchtende Aprikosenspalier von Familie Hofmann in Witzmannsberg zu bewundern. Jetzt, Ende Juli ist es wieder soweit und die Ernte des 6,5m breiten und etwa ebenso hohen Spaliers an der Hauswand steht bevor. Nachdem sich der Baum im letzten Jahr etwas ausgeruht hat, trägt er in diesem Sommer wieder mehr als üppig. „An die 140 Pfund werden es wohl sein“, so der stolze Besitzer des traumhaften Aprikosenspaliers. Wenn man sich Qualität und Größe der Früchte anschaut, kann man kaum glauben, dass solch ein üppiger Ertrag auch in Oberfranken möglich ist.

Eigentlich hätte es ja ein Pfirsichspalier werden sollen. Aber als Frau Hoffmann aus Witzmannsberg sich im Jahr 1994 auf den Weg in die Baumschulen der Umgebung machte um einen Pfirsich für das geplante Hausspalier zu kaufen, war einfach kein Pfirsichbäumchen zu bekommen. So entschied sie sich kurzerhand für eine Aprikose. Was eigentlich als Verlegenheitskauf begann, hat sich mittlerweile als wahrer Glücksgriff herausgestellt. Ein breiter Dachvorsprung und eine nach Süden exponierte windgeschützte Lage sorgen für ideale Wachstumsbedingungen. Trotz der sehr frühen Blüte, die bereits im März begann, kam der Baum in diesem Jahr über die Runden. Die Hummeln hatten in dieser Zeit Schwerstarbeit zu verrichten, denn die Bienen waren so früh im Jahr kaum unterwegs“ weiß Wolfgang Hoffmann zu berichten. Spätfrostschäden sorgten erst eine ganze Zeit später für Tristesse in den Hausgärten.


Fotos: Thomas Neder