Gartentipp zum Thema Himbeeren
 

Bunte Himbeeren für den Hausgarten
(TN) Himbeeren zählen sind wie Brombeeren sogenannte Halbsträucher, die bis auf wenige Ausnahmen selbstfruchtbar sind.

Einteilun
Je nach Fruchtbildung unterteilt man sie in zwei Gruppen: Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren Bei den Sommerhimbeeren erstreckt sich die Entwicklung von der Jungrute bis zur Blüte über zwei Jahre. Bei den Herbstsorten erfolgt die Blütenbildung bereits im ersten Jahr, je nach Sorte ab Mitte Juli bis August. Die Ernte erfolgt oft bis zum Ende der Vegetationsperiode. Aus phytosanitären Gründen werden die Ruten nach der Ernte bis auf den Boden komplett zurückgeschnitten.

Herbsthimbeeren nehmen im Sortiment stark zu, da die Kultur der Sommerhimbeeren zunehmend Probleme bereitet. Herbsthimbeeren gelten als robuster gegen die typischen Himbeerkrankheiten. Dennoch versagen auch sie auf schweren, schlechten Himbeerböden oft nach einigen Jahren. Die Früchte der Herbsthimbeeren sind in der Regel madenfrei.

Werden im Hausgarten sowohl Herbst- als auch Sommerhimbeeren angebaut, sollten diese wegen der unterschiedlichen Kulturführung nicht zusammen, sondern getrennt auf verschiedenen Beeten kultiviert werden.

Standort:
Himbeeren sind ursprünglich an lichten Waldlichtungen und Gehölzrändern mit humosen, durchlässigen Böden beheimatet. Sie leiden daher unter Hitze mehr als unter Kälte. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung vom Austrieb bis nach der Ernte. Nur so lassen sich gute langjährige Wuchs- und Ertragsleistungen erzielen. Die schmackhaften Beeren, die über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen reifen, und mehrmals durchgepflückt werden sollten, ertragen aber bekanntermaßen keine Staunässe. Schwere, verdichtete, kalte und vernässende Böden sind für eine langfristig erfolgreiche Himbeerkultur daher ungeeignet. Auch wenn eine leichte Abdeckung mit organischem Mulchmaterial kulturtechnisch sinnvoll ist, kann auf schweren Böden eine zu dicke organische Mulchschicht dazu führen, dass der Boden zu lange feucht bleibt, zur Vernässung neigt und die Ausbreitung von Bodenpilzen gefördert wird.

Krankheiten:
Um das Problem der Rutenkrankheiten zu umgehen, bietet sich die Kultur von Herbsthimbeeren an. Sie werden einjährig kultiviert. Die Ruten werden nach der Ernte vollständig abgeschnitten, wodurch eine Verbreitung der oberirdischen Pilzkrankheiten gut unterbunden werden kann.

Sorten
Die Vielfalt angebotener Sorten ist mittlerweile sehr breit. Es gibt nicht nur rote, sondern auch gelbe, orange und schwarze Sorten.

G ute Sorten bei Sommerhimbeeren sind z.B. Sanibelle, Wei-Rula oder Rubaca. Bei den Herbsthimbeeren sind z.B. Himbo-Top, Pokusa, Autumn First, Autumn Bliss, Autumn Best oder Polka interessant.

Zur Zeit fruchtet auch die relativ unbekannte schwarze Himbeere `Black Juwel` am Obstlehrgarten des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V.

Fotos Thomas Neder

Neben roten und gelben Sorten sind mittlerweile auch schwarze Himbeeren erhältlich. Sis sind ein echter Hingucker und schmecken zudem auch noch prima.

Unter den Sommerhimbeeren zählt die Sorte Rubaca zu den interessanten großfruchtigen Sorten.

TN_Autumn Bliss: Bei den Herbsthimbeeren sind die rote `Autum Bliss` und die gelbe `Golden Bliss` altbewährte Klassiker.