Gartentipps für den Monat Mai
 

Marschbefehl für Gemüsefliegen
(TN) Der Beginn der Kastanienblüte ist nach dem phänologischen Kalender der "Marschbefehl" für eine ganze Reihe ungeliebter Gemüsefliegen. Nach der Eiablage am Wurzelhals der Gemüsepflanzen wandert der junge Schädling in Richtung Erde, frisst an den zarten Wurzeln und den Fruchtkörpern. Wer sein Gemüse ohne Fleischbeilage genießen möchte, sollte bei Radies-, Rettich- und Möhrenanbau auf das erprobte Gemüsenetz setzen. Im Gegensatz zum Vlies hat es größere Maschenabstände und ist dadurch luftdurchlässiger und auch bei sommerlichen Temperaturen verwendbar. Locker aufgelegt, kann es von den Pflanzen ohne Problem aus eigener Kraft angehoben werden. Auch Kirschbäume auf schwachen Unterlagen können mit einem Gemüsenetz eingebaut und so vor der lästigen Kirschfruchtfliege geschützt werden.

Gurken auf Mulchvlies
Die Heimat der Gurken liegt im fernen Indien, weshalb sie auch besonders wärmebedürftig sind. Schon bei Temperaturen unter 10° C können Kälteschäden auftreten. Auf schweren Böden empfiehlt sich beim Freilandanbau von Einlege- oder Freilandsalatgurken das Anlegen von Dämmen, in die etwas abgelagerter Mist oder Kompost eingearbeitet werden kann. Bewährt hat sich in den letzten Jahren auch das Abdecken der Beete mit Mulchmaterialien, wie Mulchfolie oder Mulchvlies. Mulchvlies ist gegenüber der Folie wasser- und luftdurchlässig. Bei beiden Verfahren lässt sich eine Ernteverfrühung von ca. 3 Wochen erreichen. Der Stickstoffbedarf liegt bei etwa 16 g pro m², was abzüglich des nat. Bodenvorrates in etwa einer Menge von 80 bis 100g Hornspänen pro m² entspricht. Wer mineralischen Stickstoffdünger verwendet, muss die umgerechnete Menge auf mindestens 3 Gaben im Abstand von ca. 4 Wochen verteilen.

Strauchbeerenobst mulchen
Häufig fallen beim Strauchbeerenobst zahlreiche Blüten und Jungfrüchte ab, was als sog. Abrieseln bezeichnet wird. Ursache kann neben kalter und nasser Witterung auch Wassermangel, wie er in den letzten Wochen geherrscht hat, sein. Eine dauerhafte Mulchdecke aus verrottetem Kompost unter den Beerensträuchern sorgt für eine gleichmäßige Feuchte und sichert den notwendigen Humusnachschub.

Brombeerschnitt
Der harte Winter hat bei vielen Brombeersträuchern Spuren hinterlassen. Nicht selten ist ein Teil der Tragruten erfroren. Diese werden bis auf die Basis zurückgesetzt. Bei intakten Brombeerenruten werden spätestens jetzt die oft langen Seitentriebe auf 2-3 Augen eingekürzt. Dies ist zum einen für die Ordnung des Spaliers wichtig, zum anderen reichen zwei Augen für die sich entwickelnden Blütenstände völlig aus. Altruten und überflüssige Jungtriebe werden stummelfrei über dem Boden entfernt.

Der diesjährige Winter hat ausdrucksvoll gezeigt, dass es besser ist, die frostempfindlichen Jungpflanzen von Brombeeren, Himbeeren, Wein und Pfirsichen jetzt im Frühling zu setzen.


Frühblüher auslichten
Ziergehölze, die schön abgeblüht haben, können bei Bedarf ausgelichtet werden. In den meisten Fällen ist eine ausgewogene Mischung aus ein-, zwei- drei- und mehrjährigen Trieben sinnvoll. Überalterte Triebe werden an der Basis entfernt. Ein Anschneiden junger Triebe führt zu hässlichen "Hexenbesen", die nur schwer wieder in Form zu bringen sind.

Fotos: Thomas Neder

 

Die Blüten Japanischer Zierkirschen sind ein Gartenerlebnis der besonderen Art.

Die Elfenblume ist hart im Nehmen. Sie eignet sich auch als Bodendecker eingewurzelter Gehölzbereiche.

Das Stiefmütterchen offenbart erst bei näherem Hinsehen seine wahre optische Qualität.


Birnenspaliere sind besonders in der Blüte eine Augenweide.


Für leuchtendes Rosa auf den Beeten des Frühlingsflors sorgt das Gänsebümchen, Tausendeschön oder Bellies.

Rot ist das Zuchtziel vieler neuer Säulenbäume und Apfelzüchtungen. Hierbei ist nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch die Blüte oft leuchtend rot.




Der Fliederbusch ist noch immer ein sehr beliebter Klassiker des Bauerngartens. Sein betörender Duft ist einzigartig.