Wie viel Dünger braucht mein Gartenboden? - Bodenproben jetzt ziehen
 

(TN) Der Boden ist mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen wesentlicher Bestandteil des Naturhaushaltes und somit eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Ziel jedes umweltbewussten Gartenbesitzers sollte es deshalb sein, den Zustand des Bodens in einer Form zu erhalten, bzw. zu verbessern, dass er seine Aufgaben im Naturhaushalt erfüllen kann.

Düngung „aus dem Handgelenk oder aus dem Bauch“ heraus ist sehr schwierig. Diese Vorgehensweise wird nur in den wenigsten Fällen dem wirklichen Bedarf der angebauten Kulturen gerecht.

Dies bedeutet, dass aus Sicht des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. die Ausgangsbasis jeglicher seriösen Düngung eine Bodenuntersuchung sein sollte. Sie braucht nicht jährlich, sollte aber im Turnus von 3-4 Jahren immer wieder mal gezogen werden. Jetzt vor Beginn der Gartensaison ist ein guter Zeitpunkt um eine Bodenprobe zu nehmen und die Gartenerde untersuchen zu lassen. Ziel der Untersuchung soll es sein, Bodenart, pH-Wert und den Gehalt, bzw. die Verfügbarkeit einzelner Nährstoffe, wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium sowie bei Bedarf auch wichtiger Spurenelemente festzustellen. Wer möchte, kann auch den Gehalt an verfügbarem Stickstoff ( Nmin) untersuchen lassen. Erst mit Hilfe dieser Ergebnisse lässt sich Höhe und Art der Düngung in Abhängigkeit von der Bodenart umwelt- und pflanzenfreundlich bemessen.

Ideal zum Ziehen einer Bodenprobe ist ein Bodenprobenstecher. Ein Spaten, mit dem man aus einer einheitlich genutzten Fläche (Rasen, Obst, oder Gemüsebeet) 10-15 Proben aus einer Tiefe von 0 bis ca. 25 cm Tiefe entnimmt und in kleine Segmente teilt, tut es aber genauso. Die an verschiedenen Stellen eines Gartenquartiers gezogenen Bodenproben werden gemischt und davon etwa 500g in einen Plastikbeutel gegeben. Bodenproben analysiert z.B. Analab Taubmann GmbH Mainleus-Rothwind (www.analab-taubmann.de).

Im Rahmen eines vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium beauftragten Forschungsprojektes zur Untersuchung des Nährstoffgehaltes in den bayerischen Hausgärten hat die FH Weihenstephan ein für Hobbygärtner interessantes EDV Programm zur Düngung entwickelt. Hierzu wurden repräsentative Proben aus ganz Bayern gesammelt und ausgewertet. Auch der Kreisverband Coburg mit seinen Gartenbauvereinen hat sich an dieser Aktion beteiligt und wertvolle Basisdaten für die Erstellung der Software geliefert. Im Düngungsprogramm werden Basisdaten, wie die ermittelten Nährstoffgehalte des Bodens, die Kultur und einige weitere Eckdaten eingegeben. Der Anwender erhält nach ein paar Klicks eine wertvolle und zeitgemäße Düngeempfehlung.

Link zum kostenlosen download:
http://www.hswt.de/fgw/wissenspool/software/eigene-produkte/dig-duengung-im-garten.html
Foto: Thomas Neder

 
 

Jetzt vor Beginn der Gartensaison ist ein guter Zeitpunkt um eine Bodenprobe zu nehmen und die Gartenerde untersuchen zu lassen.