Gartentipps für den Monat November
 

Dem Rindenbrand vorbeugen
(TN) Seit einigen Jahren tritt vor allem an jungen, bis etwa 10 Jahre alten Obstgehölzen, vermehrt der sog. Rindenbrand auf. Die Erreger sind Pilze oder Bakterien, wie z. B. Pseudomonas syringae. Auch Mischinfektionen sind möglich. Die Schaderreger gelangen durch Schnittwunden oder Rindenverletzungen (z. B. Frostrisse) in den Pflanzenkörper, verbreiten sich dort rasant weiter und führen anschließend zum Absterben des Kambiums. Die Erkrankung ist mit geschultem Auge an eingesunkenen dunklen Flecken auf der Rinde zu erkennen. Nach dem Anschnitt des Gewebes kommt das dunkle abgestorbene Kambium (Wachstumsgewebe) zum Vorschein. Um die Krankheit zu vermeiden, sollte bei jungen Obstgehölzen zum einen auf Schnittmaßnahmen im Winter verzichtet werden und zum anderen die Jungpflanzen „geweißelt“ werden, wie es früher gängige Praxis war. Durch den Weißanstrich können Frostrisse effektiv vermieden werden.

Vor Wildverbiss schützen
Oft geht es einige Jahre gut, bis dann während einer frostigen Tiefwinterperiode die saftigen Stämme von jungen Obstgehölzen „angeknappert“ werden. Dies kann durch den Einsatz handelsüblicher Stammschutzmanschetten, wie z.B. Antiknapp vermieden werden. Als positiver Nebeneffekt wirken diese Manschetten zugleich schattierend, beugen also Frostrissen vor und verhindern eine Verletzung des Stammes bei Mäharbeiten.

Vitamin C reiche Früchte der Koreanischen Berberitze – „Aspirin aus dem Garten“
Neu im Sortiment der Wildobstgehölze sind Zuchtformen der Koreanischen Berberitze (Berberis koreana) wie `Azisa` und `Rubin`. Die bis etwa 1,5m hohen Pflanzen färben sich jetzt im Spätherbst auffallend leuchtend rot und tragen ihre sauren, aber sehr Vitamin C reichen Früchte bis in den Winter hinein. Als gesundes Naschobst sind sie neben Kiwis, Preiselbeeren und Cranberries auch jetzt noch aus dem Garten erntbar. Sie stehen seit einigen Jahren auch im Obstehrgarten des Kreisverbandes.

Sprossen –Vitamine pur auch im Winter

Wer sich im Winter den Garten in die Wohnung holen möchte, ist mit einem Keimset für Sprossen bestens bedient. In kürzester Zeit lassen sich schmackhafte und vitaminreiche Brokkoli-, Rettich-, Mungobohnen- oder Kressesprossen heranziehen. Frisch, oder als Deko für Salate und Suppen lassen sie sich sehr variabel verwenden.

Spätsaaten von Gründüngungspflanzen
Wer sein Gemüsebeet umgegraben hat, kann auch jetzt noch Winterroggen oder Winterweizen als Gründüngungspflanzen aussäen. Die Samen keimen bei milden Temperaturen innerhalb weniger Tage, bedecken den Boden und konservieren Nährstoffe in der oberen Bodenschicht, die ansonsten durch die Winterniederschläge ausgewaschen würden.

Laub als dankbare Mulchauflage
Laub auf dem lichthungrigen Rasen sollte im Winter entfernt werden. Als dünne Decke über dem Staudenbeet, im Gemüsegarten oder unter Beerensträuchern ist das Falllaub bestens geeignet. Laub von Eiche, Kastanien und Walnuss zersetzt sich relativ schwer und hat einen hohen Anteil an Gerbstoffen. Kleinere Mengen können als Mischbestanteil einer Mulchdecke toleriert werden.


Fotos: Thomas Neder

 

Viele Arten des Japanischen Ahorns zeigen jetzt zum Ender der Gartensaison eine zauberhafte Herbstfärbung.

Zu den letzten Blüten im Staudengarten gehörten
die stahlblauen Blüten des Eisenhuts.

Dekorativ wirkt nicht nur die Blüte, sondern auch der Samenstand des Brandkrauts (Phlomis samia).


Hart im Nehmen sind die letzten Blüten der Rosen. Besonders reizvoll wirken sie, wenn sie mit Eiskristallen der ersten Nachtfröste überzogen werden.


Das Federborstengras ist seit vielen Jahren ein Klassiker im Staudengarten. Seine Samenstände wirken bis weit in den Winter hinein.


Die Samthortensie (Hydranges aspera) wird relativ selten in den Gärten verwendet. Die üppigen Blätter werden bis zu einem halben Meter lang. Die Blüten sehen auch jetzt noch sehr reizvoll aus.