Novemberkapriolen in den Hausgärten
 

(TN) Im Bodenseeraum, haben nach dem kuriosen Wettermix der letzten Wochen die Äpfel stellenweise schon ihre "Winterruhe" beendet und mit der Blüte begonnen.

Im Obstlehrgarten am Landratsamt in Coburg blühen teilweise die leuchtend rot blühenden Zierquitten (Chaenomeles japonica Hybr.), die normalerweise erst zeitig im
Frühling ihr auffälliges Blütenkleid tragen. Auch die leuchtend gelb blühenden Forsythien kommen an mancherorts mächtig durcheinander und blühen stellenweise jetzt Mitte November. An Barbarazweige erinnert die momentane Laune der Natur. Klassisch werden Triebe von Obstgehölzen, wie z. B. von Kirschen oder Äpfeln etc. am Barbaratag (4. Dez) geschnitten und blühen dann, warm gestellt, bis etwa Weihnachten auf. In so manchen fränkischen Häusern gab es um die Jahrhundertwende noch keinen Christbaum, sondern man erfreute sich an den Blüten eines am Barbaratag geschnittenen Zweiges, an dem süße Leckereien aufgehängt wurden.

Auch der Gemüsegarten profitiert vom ungewöhnlich warmen November. Wer rechtzeitig im Herbst noch Radies gesät hat, kann sogar jetzt im Freiland noch die letzten knackigen Früchte ernten.

Fotos: Thomas Neder