Gartentipps für den Monat April
 

Die Larven des Dickmaulrüsslers biologisch bekämpfen
(TN) Erwachsene Käfer des Dickmaulrüsslers und dessen Larven sind gefürchtete Schädlinge im Hausgarten. Häufig findet man sie an Rhododendren oder an Pflanzen in Containern. Während sich die Larven von feinen Haarwurzeln ernähren und Jungpflanzen hierdurch zum Absterben bringen können, verursacht der erwachsene Käfer einen sog. Buchtenfraß an Blättern. Als biologische Bekämpfungsstrategie zum Durchbrechen des Entwicklungszyklus von der Larve zum erwachsenen Käfer bietet sich der Einsatz nützlicher Nematoden an. Die Lieferung mit den Nützlingen (meist als Pulverform geliefert) wird im Wasser aufgelöst und über die Pflanzflächen gegossen. Die Nematodenart Steinernema kraussei kann auch jetzt schon bei noch kühleren Bodentemperaturen ausgebracht werden. Gegen die nachtaktiven Käfer gibt es momentan leider noch keine biologische Bekämpfungsstrategie. Man kann sich jedoch mit einem Brett behelfen, das man auf die Erde legt. Die Käfer verstecken sich tagsüber gerne darunter und können dann leicht abgesammelt werden.

Frühblühende Gehölze nach der Blüte schneiden
Der lange und harte Winter war ein Test für die tatsächliche Winterhärte der Gehölze und Stauden, sind doch in den letzten Jahren Exoten ausgepflanzt worden, an die man sich sonst nicht herangewagt hätte. Man darf gespannt sein auf die Stunde der Wahrheit zum Zeitpunkt des Austriebs.

Typische Frühjahrsblüher wie Forsythien, Zierjohannisbeeren oder Spireen schneidet man kurz vor der Blüte nicht mehr. Ein Herausnehmen überalterter Triebe nach dem Abblühen macht aber durchaus Sinn. Interessante Frühjahrsblüher sind neben den bekannten Klassikern z. B. auch die schwachwachsende, weißblühende Kurilenkirsche (Prunus nipponica var. Kurilense) oder die edel anmutende Japanische Aprikose (Prunus mume `Beni-shidora). Beide sieht man noch relativ selten in den Gärten.

„Blühender“ Rasen
Ein ungepflegter, stark vermooster Rasen mag zwar für manchen Gartenfreund ein Dorn im Auge sein, Blumenzwiebel wie Winterlinge, Märzenbecher, Schneeglöckchen, Krokusse und Wildnarzissen fühlen sich aber in diesem Umfeld sehr wohl. Sollen sie sich von selbst ausbreiten, muss mit der Mahd des Rasens bis zur Samenreife gewartet werden. Vertikutieren und Blumenzwiebeln im Rasen sind ein Widerspruch. Entweder man entscheidet sich für das eine oder für das andere.

„Salat am laufenden Band“
Wer Salat fortlaufend ernten will, kann es mit der Salatwiese probieren. Die abgeschnittenen Blätter wachsen fortlaufend wieder nach, so dass sich die Ernte wochenlang hinziehen kann, wenn man nicht zu tief abschneidet. Es gibt diese Salatsorten mittlerweile als Samenportionen oder als Samenband. „Salat soll im Wind wehen“- auch diese Gartenregel hat in der heutigen Zeit noch ihre Gültigkeit. Steht Salat zu eng, oder wird er zu tief gepflanzt, leidet er schnell an der Salatfäule – einem Komplex zahlreicher Pilzkrankheiten. Ganz wichtig ist es, die Anbauflächen alljährlich zu wechseln. Werden auf der gleichen Fläche immer wieder die selben Kulturen angebaut, leidet die Pflanzengesundheit zunehmend. Um den Überblick über seine Beete nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, sich alljährlich Notizen über die Belegung der Beete zu machen. Ein fortschrittlicher Gartenfreund zieht zudem alle 4-5 Jahre eine Bodenprobe und lässt die Nährstoffgehalte analysieren. Die empfohlenen Düngegaben sind wesentlich genauer und auch sinnvoller, als eine Düngergabe „aus dem Handgelenk“.

Abwechslung im Gemüsegarten
Mairüben sind einfach in der Kultur und eine willkommene Abwechslung im Gemüsegarten. Die kugel- oder flachrunden Rübchen schmecken knackig und süßlich würzig. Man kann sie roh essen oder auch ähnlich wie Kohlrabi verwerten. Die Blätter der Mairübe können wie Spinat verarbeitet werden. Die Aussaat ist in der Zeit von März bis Mitte Mai und von Juli bis Mitte August am sinnvollsten. Der Reihenabstand beträgt ca. 25 cm. In der Reihe werden die Pflanzen auf etwa 5 bis 10 cm vereinzelt.

(Bezugsadresse Nützlinge z.B. www.nuetzlinge.de)

 
Was ist denn das, was sich hier mit hochrotem Kopf und tief gefurchten Lappen aus dem Gartenboden kämpft? Des Rätsels Lösung ist einfach.. Es ist der leckere Rhabarber, der nun auch endlich von der Frühlingsluft schnuppern will und seine Knospen aufplatzen lässt. Die Blüten des strahlend blau blühenden Lungenkrauts sind jetzt im Frühjahr begehrte "Nektartankstellen" für viele Wildinsekten.
Im schütteren, frühlingsfeuchten Rasenpartien können sich Wildnarzissen gut etablieren.

Mairüben sind einfach in der Kultur und eine willkommene Abwechslung im Gemüsegarten. Die kugel- oder flachrunden Rübchen schmecken knackig und süßlich würzig.



Wer Salat fortlaufend ernten will, kann es mit der Salatwiese probieren. Die abgeschnittenen Blätter wachsen fortlaufend wieder nach, so dass sich die Ernte wochenlang hinziehen kann, wenn man nicht zu tief abschneidet.