Die Efeutute – eine der dankbarsten Zimmerpflanzen
 

(TN) Die Efeutute (Epipremnum pinnatum `Aureum`) zählt zu den dankbarsten und anspruchslosesten Zimmerpflanzen. Oft ist sie noch unter der Bezeichnung Scindapsus aureus bekannt. Die Pflege gelingt in der Regel auch ohne den viel zitierten „grünen Daumen“. Sie zählt zu den Aronstabgewächsen, was man am Aufbau ihrer Blüte, die in Kultur jedoch selten erscheint, schnell erkennt.

Die Heimat der rankenden Pflanze liegt auf den Salomonen in der Pazifischen Inselwelt.
Markant sind die leicht herzförmigen, glänzend dunkelgrünen Blätter mit gelber Marmorierung. Auffallend sind zudem die fleischigen Luftwurzeln, die aus den Blattknoten (Nodien) entspringen. Mit ihnen stützt sich die Pflanze beim Klettern ab und erreicht in ihrer Heimat spielend 5 m.

„Dschungelatmosphäre“ durch üppigen Wuchs
In der Zimmerkultur eignet sie sich neben einer Kultur an einem Rankstab hervorragend als hängende Grünpflanze. So gezogen, treiben sie oft meterlange Triebe. Von Schränken, Fenstersimsen oder im Treppenhaus herab wachsend, sorgen sich schnell und dauerhaft für etwas „Dschungelatmosphäre“.

Excellenter Luftfilter
Gedeiht und wächst sie gut, profitiert auch der Mensch davon, denn die Efeutute gilt als excellenter Luftfilter, der giftige Stoffe wie Formaldehyd aus der Luft filtern soll. Zusammen mit der Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens) und dem Bogenhanf (Sanseveria trifasciata) bildet die Efeutute das. sog Luftfiltertrio, das überraschender Weise die high-tech gläubige US Raumfahrtbehörde NASA für das Paharpur Busisness Center in New Dehli zusammengestellt hat, um in den Gebäuden für saubere und kühlerer Luft zu sorgen.

Damit sich die Efeutute dauerhaft wohl fühlt, wählt man einen hellen Standort. Dieser sollte aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Im Winter ist es empfehlenswert, wenn die Temperatur nicht unter 15 bis 18 Grad fallen. In der kalten Jahreszeit kann man sie bei tieferen Temperaturen ruhig etwas trockener halten. Oft gehen die Pflanzen einfach nur deshalb ein, weil sie übergossen wurden und sich dann schnell wurzelbürtige Pilze ausbreiten.

Gedüngt wird ab Austriebsbeginn bis etwa August etwa alle 1-2 Wochen mit einem gewöhnlichen Blumendünger.

Leichte Vermehrung
Die Vermehrung gelingt leicht, denn jedes Teilstück mit 1-2 Blattknoten wächst schnell weiter. In einer nährstoffarmen Vermehrungserde unter gespannter Luft abgesteckt, bilden sie schnell Wurzeln und treiben durch.

Kurztext Foto
In der Zimmerkultur eignet sie sich neben einer Kultur an einem Rankstab hervorragend als hängende Grünpflanze

Foto: Thomas Neder

In der Zimmerkultur eignet sie sich neben einer Kultur an einem Rankstab hervorragend als hängende Grünpflanze