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TN_ Wer sein Publikum 3 Stunden lang fesseln kann, hat Interessantes
zu berichten. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Vortrag
von Johanna Eisner, die beim 1. Gartenpflegerkurs des Kreisverbandes
Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. über das Thema
„Das Leben würzen und nicht versalzen“ referierte.
Dass man Fleisch auch ohne Öl und Salz Fleisch schmackhaft
bereiten kann, demonstrierte Eisner anhand eines Putenbratens. Er
wurde vor den Augen der gespannten Zuhörer in Anlehnung an
Hildegard von Bingen u.a.. mit Galgant, Bertram, Selleriegewürzmischung
Wurzelgemüse und Kräutern zubereitet und zur Verkostung
an die große Zuhörerschaft verteilt.
In Folge hatte die Referentin eine Menge an Praxistipps zu den
wichtigen Küchenkräutern mitgebracht. „Salbei soll
man nicht blühend ernten“, so Eisner. Häufig werde
Salbei überdosiert. Bei Tee reiche z.B. 1 Blatt auf einen Liter
Wasser. Täglich in der Küche verwendet, könne Salbei
Entzündungen nachhaltig aus dem Körper ziehen. Die üppig
wachsende und aromatisch duftende Zitronenmelisse sei nicht nur
als Badezusatz, sondern auch für Zubereitung von Fischsud oder
sauren Bratwürsten bestens geeignet. „Bohnenkraut wurde
früher als Pfefferersatz verwendet“ wusste die Referentin
zu berichten. Als würzende Zugabe bei Hülsenfrüchten
oder Kohlgerichten mindere das Bohnenkraut Blähungen. Meerrettich
lasse die Körpersäfte fließen. Auch junge Blätter
könnten im Frühjahr geerntet und in der Küche verarbeitet
werden.
Ein hervorragendes Mittel gegen Grippe seien die Andornmischkräuter.
Eine Kur über 3 bis 5 Tage, bei der alle paar Stunden regelmäßig
vom Tee getrunken werde, sorge für nachhaltige Linderung und
Heilung. Bei Sodbrennen und Aufstoßen helfe frische Weinraute,
die man nach dem Essen zu sich nehmen solle. Auch gegen Kopfschmerzen
sei „ein Kraut gewachsen“. „Einige Samen des Kupekenpfeffers,
die man zerkaut sorgen hier oft für Linderung“ so Eisner.
Abschließend erläuterte Eisner, welche persönlich
guten Erfahrungen sie in den letzten 20 Jahren mit Bertram, Galgant
und Quendel – 3 Grundbausteine in der Ernährungslehre
der Hildegard von Bingen – gemacht habe. Man solle versuchen,
alle drei Komponenten täglich in seine Ernährung mit einzubauen.
Dies mindere die Anfälligkeit für Krankheiten.
Weitere Termine:
Der Schnittkurs findet am 16 und 17. Februar statt. Voraussetzung
für den praktischen workshop ist die Teilnahme am Theorieteil
(19.00 Uhr Gasthof zum Jäger in Haarth).
Am 8. März steht das Thema Quitte sowie „Staudenverwendung
im Zeichen des Klimawandels“ auf dem Programm ((19.00 Uhr
Gasthof zum Jäger in Haarth).
Fotos: Thomas Neder
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