Kissenprimel – Klassiker aus Großmutters Garten
 

(TN) Primel erinnern an die Gärten der Großeltern und die ersten selbst gepflückten Blumensträuße der Kindheit. Oft verzaubern sie mit vertrautem Charme des Biedermeier. Sie überraschen aber vielfach auch mit exotischen Blüten, die sich über mehrere Etagen verteilen. Wer sich näher mit den bezaubernden Schönheiten beschäftigt, wird schnell feststellen, dass die Vielfalt immens ist. Mehr als 300 Arten umfasst die Gattung

Eine der vielen Schönheiten ist die Kissenprimel (Primula vulgaris/syn. P. acaulis.). Sie vermittelt einen Hauch von Nostalgie und zählt mit zu den ersten Frühlingsboten, die von den heimischen Gärtnereien angeboten werden. Die Kissenprimel erinnert an Großmutters Garten. Die Stängellose Primel, wie sie auch genannt wird, ist ursprünglich in West- und Südeuropa, sowie im südlichen Mitteleuropa beheimatet. Sie wächst horstartig und wird nur etwa 5 bis 10 cm hoch. Die duftlosen Blüten, die sich ab März/ April öffnen, sitzen einzeln auf kurzen behaarten Stielen. Die Stammart besitzt hellgelbe Blüten mit einer dunkleren Mitte. Neue Zuchtformen wirken mit Blütenblättern, die sich überdecken, auffälliger. Hier reicht die Farbpalette von weiß, gelb, rot bis blau. Schon im Mittelalter wurden gefüllte Formen vor allem in den Klostergärten kultiviert und gesammelt. Eine besonders ungewöhnliche Farbe weist die Sorte `Zebra` auf. Dank ihrer ungewöhnlichen blau-weiß Färbung wirkt sie jetzt zu Beginn der Fastenzeit wie ein Relikt des Faschings

Die Kissenprimel liebt einen humosen, leicht feuchten Boden und ist für eine leichte organische Düngung dankbar. Sie kann nach dem Abblühen und dem Abklingen der Fröste in den Garten ausgepflanzt werden.

Foto: Thomas Neder

 
  Eine besonders ungewöhnliche Farbe weist die Sorte `Zebra` auf. Dank ihrer ungewöhnlichen blau-weiß Färbung wirkt sie jetzt zu Beginn der Fastenzeit wie ein Relikt des Faschings