Cinerarie vertreibt Spätwintertristesse
 


(TN) Manche Topfpflanzen schaffen es spielend leicht, dank Ihrer leuchtenden Farben die Wintertristesse bei Seite zu schieben und für Frühlingsflair auf der Fensterbank zu sorgen. Hierzu zählt die bekannte Cinerarie (Senecio cruentus oder neuerdings Pericallis Hybriden). Von leuchtend stahlblau, über tief purpurrot, strahlend weiß bis hin zu zarten malvenfarbenen Tönen reicht die Farbpalette der kranzförmigen angeordneten Röhrenblüten. Zusammen mit den jetzt schon im Handel angebotenen Kissenprimeln leiten sie zu Hause den Vorfrühling ein

Die Urform der Cinerarie stammt von den kühlen Höhenzügen der Kanarischen Inseln. Sie liebt es hell aber nicht vollsonnig. Ein kühler Standort bei 10 bis 12 Grad und ein stets mäßig feucht gehaltener Topfballen der durstigen Pflanzen verlängern die Blütendauer.

Der farbenprächtige Auftritt der Cinerarie ist kurz aber wirkungsvoll. Nach der Blüte haben sie in der Regel ihre Aufgabe erfüllt. Eine Weiterkultur lohnt kaum. Meist sterben die Pflanzen nach der Blüte ab. Manchmal lässt sie sich zu einem erneuten Durchtreiben „überreden“ dann kann man sie nach den Eisheiligen auch nochmals z.B. mit in die Balkonkästen setzen. In den Gärtnereien werden die Pflanze im Sommer aus Samen herangezogen und sind dann im Spätwinter als blühende Schönheiten im Handel.

Steht sie zu warm und etwas zugig, wird sie leicht von Läusen befallen. Ihr „Spitzname“ Läuseblume verrät ihre Anfälligkeit.

Foto: Thomas Neder

 
Der farbenprächtige Auftritt der Cinerarie ist kurz aber wirkungsvoll