Gartentipps für den Monat Januar
 

Vitamine von der Fensterbank
(TN) Während der Gemüsegarten noch im tiefen Winterschlaf liegt, kann durch keimende Samen von der Fensterbank das Vitamindepot auf natürliche Art und Weise wieder aufgefüllt werden. Neben Gartenkresse, die auf Vlies, Küchenpapier oder in einer Keimschale innerhalb weniger Tage erntereif herangewachsen ist, sind auch Senf, Rettich und die Salatrauke ein pikanter Genuss. An frostfreien Tagen kann auch Petersilie und Schnittlauch ausgegraben und in Töpfe gesetzt im Zimmer angetrieben werden.

Jiaogulan –Heilkraut mit Ginseng Wirkung
Wer gerne Kataloge wälzt und Neues sucht, kann es mit dem Jiaogulan- Heilkraut versuchen. Die leicht zu ziehende Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse soll eine Wirkung wie Ginseng besitzen. Getrocknete und frische Blätter können als Tee verwendet, junge Triebspitzen als Bereicherung von Salaten eingesetzt werden (Bezug z. B. über www. ruehlemanns.de). „Das Essen würzen und nicht versalzen“ lautet der Vortrag von Johanna Eisner, anlässlich der Gartenpflegerkurse des Kreisverbandes am 2. Februar. Der Vortrag findet um 19.00 Uhr im Gasthof zum Jäger in Haarth statt. Anmeldungen sind bei der Geschäftsstelle des Kreisverbandes möglich.

Hygienemaßnahmen im Gewächshaus
Da sich im Frühjahr oft die Arbeiten stapeln und dann so manches auf der Strecke bleibt, kann man die Gunst der ruhigen Januarszeit nutzen, und das Gewächshaus wieder auf Vordermann bringen. Wichtig für Früh- und Spätkulturen ist eine hohe Lichtdurchlässigkeit der Fensterscheiben. Ein Schrubber, viel Wasser und etwas Spülmittel befreien die Scheiben von Algen und Schmutz. Treten alljährlich Probleme mit Welkekrankheiten auf, kann es sinnvoll sein, den Boden bis in eine Tiefe von ca. 50 cm auszutauschen.

Speisepilze aus eigener Kultur
Wem die Zeit bis zur eigentlichen Gartensaison zu lange wird, sollte es einmal mit Speisepilzen aus dem eigenen Keller probieren. Anwenderfertige Substratballen und Pilzbrut zum Impfen sorgen bei Champion und Egerlingen im temperierten Keller für einen schnellen Erfolg. Wegen der Massenernten am besten vorher mit einer Reihe erprobter Rezepte eindecken. Fachfirmen bieten fachmännisch vorbereiteten Fertigkulturen. An je nach Art bringen sie oft schon innerhalb kurzer Zeit die 1. Ernte. Neben den bekannten Arten gibt es eine ganze Reihe neuer Speisepilze. Relativ bekannt ist der schmackhafte Vitalpilz Shii-Take, Der delikate Kräuterseitling oder der nicht minder schmackhaften Toskanapilz sind ausgezeichnete Speisepilze. (Lieferadresse z.B. www.pilzshop.de)

Fruchtmumien entfernen
Im Obstgarten bedeutet vorbeugender Pflanzenschutz neben der Wahl einer möglichst robusten Sorte auch das restlose Entfernen der sog. Fruchtmumien. Dies sind Früchte, die der Monilia Fruchtfäule zum Opfer gefallen sind und jetzt noch vertrocknet am Baum hängen. Tausende von Sporen warten nur auf geeignete Bedingungen, um durch den Wind und Regen verbreitet zu werden, im kommenden Frühjahr auszukeimen und die Früchte erneut zu befallen. Fruchtmumien findet man nicht nur bei Äpfeln, sondern vor allem auch bei Zwetschgen oder Pfirsichen.

Mit Sachverstand schneiden
Wer seine Ziersträucher auslichten möchte, wartet am besten auf frostfreie Perioden. Frühjahrsblüher wie Flieder, Forsythien oder Zierjohannisbeeren sollte man besser nach der Blüte scheiden. Entfernt werden lediglich überaltete Triebe an der Basis. Das Anschneiden der Spitzen erzeugt durch den Saftstau einen umso stärkeren besenartigen Neuaustrieb, der den Charakter der Pflanze nicht gerade fördert. Theoretisches und Praktisches zum Thema Zier – und Obstgehölzschnitt vermittelt Kreisfachberater Thomas Neder beim Schnittkurs des Kreisverbandes am 16. und 17. Februar 2012. Der Exkurs in die Theorie startet am 16. Februar um 19 Uhr im Gasthof zum Jäger in Haarth. Anmeldungen sind bei der Geschäftsstelle am LRA Coburg möglich.

Beete humisieren und vitalisieren
Detaillierte Untersuchungen haben ergeben, dass 3 bis 5 l Kompost pro m2 ausreichen, um den Nährstoffbedarf von Gemüsekulturen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf zu decken. Dies entspricht einer dünnen flächig verteilten Schicht von gerade mal 3 bis 5 mm! Darüber hinaus kann bei sog. Starkzehrern gezielt organisch oder anorganisch mit etwas Stickstoff nachgeholfen werden. Mit dem Ausbringen von Kompost kann man noch bis zum Spätwinter warten, damit möglichst wenige Nährstoffe ausgewaschen werden. Genaueres über den Nährstoffgehalt der Böden liefert eine Bodenprobe, die alle 3 bis 5 Jahre gezogen werden sollte.

Fotos: Thomas Neder


 

Neben den bekannten Arten gibt es eine ganze Reihe neuer Speisepilze.
Relativ bekannt ist der schmackhafte Vitalpilz Shii-Take. Der delikate Kräuterseitling ist nicht minder schmackhafter.


Während der Gemüsegarten noch im tiefen Winterschlaf liegt, kann durch
keimende Samen von der Fensterbank das Vitamindepot auf natürliche Art und
Weise wieder aufgefüllt werden.





Ungewöhnlich von der Farbe und urgesund sind die Sprossen der Roten Beete.

 

 

Genaue Infos über den Nährstoffgehalt des Bodens liefert eine Bodenprobe.
Sie sollte alle 3 bis 5 Jahre gezogen werden.