Die Clivie, eine alte aber wunderschöne Blütenpflanze
 

(TN) Die Clivie gehört zu den echten Klassikern im Sortiment der Zimmerpflanzen. Wegen ihrer Blattform wird sie auch Riemenblatt genannt. Voll erblüht können stattliche Exemplare mit zahlreichen Seitensprossen mehrere Dutzend, der in orange farbenen bis mennigroten Dolden erscheinenden Einzelblüten, hervorbringen. In stolzer Blütenpracht zählt sie sicherlich zu den schönsten Blütenpflanzen.

„Gewinnerin “ steigender Energiepreise?
Früher herrschten in wenig geheizten Zimmern, Treppenhäusern oder in Fluren für viele Wochen bzw. Monate Temperaturen von zeitweise 10 0C oder weniger. Die Änderung der Wohnkulturen mit ganzjährig warmen Zimmern ging auf Kosten der Blühwilligkeit. Bei Temperaturen dauerhaft über 20 0C bildet die Clivie (Clivia minimata) keine Blüten. Nachdem nicht wenige Hausbesitzer aufgrund gestiegener Energiepreise nun wieder dazu übergehen, manche Räume nur temperiert zu halten, kann dies auch die Chance auf ein comeback der Clivie sein. Verdient hätte sie es.

Am Rad der Blütensteuerung drehen
Um die Entwicklung der angelegten Blüte einzuleiten, ist eine Kühlperiode notwendig. Man kann diese auch ohne große technische Errungenschaften einleiten. Entscheidend für die Ausbildung der Blüten sind Temperaturen unter 15 0C. Sie sind auch dann wirksam, wenn sie nur für einige Stunden herrschen. Temperaturen knapp über 00C sind hierbei am effektivsten. Die Pflanzen dürfen allerdings keinen Frost abbekommen.

Bei Temperaturen zwischen 10 und 15 GradC sollte die Kühlperiode etwa 3 Monate (z.B. von November bis Januar) dauern. Entsprechende Temperaturen findet man in der Winterszeit z.B. in Treppenhäusern oder wenig beheizten Zimmern.

Liegen die Temperaturen zwischen 5 und 10 GradC kommen die angelegten Blüten schon nach 6-8 zur Entfaltung. Diese Bedingungen findet man z.B. in der Winterszeit in Kellerräumen oder Garagen. Da Clivien recht wenig Licht benötigen, kommen sie in der Nähe eines Fensters recht gut klar damit.

Möchte man eine Blüte zur Weihnachtszeit, kann man es mit folgender Variante versuchen: Die Pflanze bleibt von Februar bis August im ca. 22 GradC warmen Zimmer und verbringt von September bis Anfang/Mitte November ihre Zeit geschützt im Freien. Ab Mitte November nimmt man sie dann wieder in die warme Stube. Mit etwas Glück steht die Pflanze Weihnachten in Blüte. Wegen möglicher Frühfröste kann diese Variante allerdings auch etwas riskant sein.

Wer es ganz locker angehen möchte, gönnt seiner Pflanze nach den Eisheiligen
bis September eine Frischluftkur und lässt sich vom Zeitpunkt der Blüte einfach überraschen.

Weitere Pflegetipps
Im Allgemeinen ist die Clivie hart im Nehmen. Sie lässt so manches über sich ergehen. Wenig Licht und schlechte Luft machen ihr sehr wenig aus. Was sie allerdings nicht mag, ist stauende Nässe. Vor allem während der Kühlphase will sie es relativ trocken. Wird sie umgetopft, was mit zunehmendem Alter immer seltener nötig wird, sollte man darauf achten, die Wurzeln nicht zu verletzen. Je nach Platz kann man Seitensprosse abtrennen und die Pflanze schlank halten oder auch an der Mutterpflanze belassen. Hierdurch entstehen im Laufe der Zeit prächtige Exemplare.

Fotos: Thomas Neder


In stolzer Blütenpracht zählt die Clivie sicherlich zu den schönsten Blütenpflanzen.
Früher herrschten in wenig geheizten Zimmern, Treppenhäusern oder in Fluren für viele Wochen bzw. Monate Temperaturen von zeitweise 10 GradC oder weniger. Die Änderung der Wohnkulturen mit ganzjährig warmen Zimmern ging auf Kosten der Blühwilligkeit. Bei Temperaturen dauerhaft über 20 GradC bildet die Clivie (Clivia minimata) keine Blüten.