Schon jetzt an Herbstsalate denken
 

(TN) Der Sommer, so er in diesem Jahr das Prädikat verdient, schreitet mit großen Schritten voran. Im Gemüsegarten sollte man schon jetzt an das Pflanzen der typischen Herbstsalate denken. Jetzt, wo die Tage kürzer werden, ist auch das Schossrisiko deutlich geringer.

Endivien
Endiviensalat (Cichorium endivia) pflanzt man im Abstand von ca. 30 x 30 cm. Eine zu dichte Pflanzung erhöht die Gefahr von Fäulnis. Zum besseren Bleichen können die Köpfe etwa 1 Woche vor der Ernte mit einem Gummi oder einer Schnur zusammengebunden werden. Dies macht aber nur bei trockenem Wetter Sinn, da sonst die Fäulnisgefahr sehr hoch ist. Ein Foliendach kann hier für Abhilfe sorgen. Alternativ gibt es im Fachhandel auch sog. Bleichhauben . Ein umgedrehter Blumentopf mit dem Loch nach oben, tut es aber auch. Die Sorte `Lindo` hat ein dicht gefülltes Herz mit einem großen Gelbanteil und ist wenig anfällig gegen schlechte Witterung. Eine weitere erprobte Profi Sorte ist `Eminence` mit dicht gefüllten zarten Köpfen. Die beste Pflanzzeit liegt zwischen Mitte Juli – Ende August. Von der Pflanzung bis zur Ernte vergehen in der Regel 8-10 Wochen.

Zuckerhutsalat
Den Zuckerhutsalat (Cichorium intybus var. foliosum) findet man relativ selten im Handel. Die kegelförmigen dekorativen Köpfe lassen sich wie Chinakohl nach der Ernte oft bis Weihnachten einlagern und beernten. Die in den Blättern enthaltenen Bitterstoffe, die sich fördernd auf die Verdauung auswirken, werden oft erst nach den ersten Nachtfrösten zum Teil abgebaut. Die Bitterstoffe können auch durch das Einweichen in lauwarmem Wasser vor dem Verzehr vermindert werden. Allerdings geht bei dieser Maßnahme auch ein Teil der Vitamine mit verloren. Der Pflanzabstand für Zuckerhutsalat liegt bei ca. 35x35 cm. Der höchste Wasserbedarf besteht wie bei Endivien und Chinakohl bei einsetzender Kopfbildung. Eine gute Sorte ist z.B. `Pluto F1`.

Chinakohl
Chinakohl (Brassica rapa subsp. chinensis) ist wegen seines hohen Gehaltes an Senfölen ein sehr gesundes Gemüse. Für Liebhaber der asiatischen Küche ist er fast unverzichtbar. Auch wenn er ein Kohlgemüse ist, zählt man ihn gerne zu den Herbstsalaten. Man kann Chinakohl wie Zuckerhut im kühl-feuchten Keller oder im geschützten Einschlag einlagern und je nach Witterung bis Weihnachten beernten. Die Ernte aus dem eigenen Garten wird somit effektiv verlängern. `Parkin F1`ist eine neue Sorte, die resistent gegen die gefürchtete Kohlhernie ist und sich gut lagern lässt. Bei Problemen mit Erdflöhen greift man besser auf vorgezogene Jungpflanzen zurück. Der Wasserbedarf von Chinakohl ist recht hoch. Dennoch sollte man es vermeiden, die Blätter zu benetzten, da Chinakohl recht anfällig gegen die Alternaria Blattfleckenkrankheit ist.

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Schon jetzt sollte man an das Pflanzen der typischen Herbstsalate denken. Hierzu gehören z.B. Endivien, Zuckerhutsalat, Chinakohl und Radicchio.

Für eine besondere Geschmacksnote sorgen die Bitterstoffe des Radicchio.






Nur selten in der Gemüsetheke des Gemüsehandels zu sehen - der Zuckerhut.