Faulstellen ausschneiden
 

(TN) Oft steht man vor der Frage: „Kleine Faulstellen im Apfel ausschneiden, die Frucht wegwerfen oder einfach die Augen zu machen …?“

Untersuchungen des CVUA Stuttgart und des Max Rubner Instituts Karlsruhe haben festgestellt, dass sich das schädliche Patulin nur etwa 1 cm um die Befallsstelle bei Äpfeln und anderem Kernobst ausbreitet. Beide Institute empfehlen jedoch, kleine Befallsstellen auf jeden Fall großzügig auszuschneiden.

Bei sehr weichen und wasserreichen Früchten, wie Kirschen, Beeren und Tafeltrauben ist dies anders und das Gift der Schimmelpilze breitet sich schnell in der ganzen Frucht aus. Hier sollte man auf den Verzehr der befallenen Früchte verzichten.

Patulin ist ein giftiges, sekundäres Stoffwechselprodukt der Pilze Penicillium, Aspergillus und Byssochlamys. Werden angefaulte Äpfel verarbeitet, kann das Patulin in die Nahrung gelangen. Das Schimmelpilzgift gilt als erbgutverändernd und leberschädigend.
Gegen kurzzeitiges Erhitzen ist es vor allem im sauren pH-Bereich relativ beständig. Beim Vergären oder Schwefeln wird es offensichtlich zerstört.

(Quelle: Obst&Garten, 11/2012)

Foto: Thomas Neder