Kopfweiden gestalten Ortsränder
 

(TN) Ortsränder sind ein sensibler Bereich in der Grüngestaltung der Siedlungsgebiete. Mit Sachverstand eingegrünt, können Grünzüge in Form von Obstbäumen, Laubgehölzen oder Hecken mit Wildgehölzen für einen sanften Übergang von den Siedlungen zur freien Landschaft sorgen.

Auch Kopfweiden können entlang von feuchten Gräben, wie hier von der B4 Richtung Welsberg einen wertvollen Beitrag zur Eingrünung der Ortsränder leisten. Selbst wenn heute die wirtschaftliche Funktion als Weidenlieferant weitgehend in den Hintergrund gedrängt wurde, können Kopfweiden dank ihrer Regenerationsfähigkeit mit einfachsten Mitteln im zeitigen Frühjahr ohne großen finanziellen Aufwand gesteckt werden.

Kopfweiden bieten vielfältigen Lebensraum auf kleiner Fläche. Geschätzt werden sie von Höhlen bewohnenden Vögeln und Fledermäusen. Auch viele Käfer, wie Rosenkäfer, Moschusbock und Weberbock suchen die Nähe der knorrigen Gesellen. Schmetterlinge, wie z.B. Trauermantel und Großer Schillerfalter sind ebenfalls häufig beobachtete Gäste und machen die Kopfweiden nicht nur zu optischen sondern auch zu ökologischen highlights.

Obwohl schon durch ihre zahlreichen Lebensjahre gezeichnet und mit vielen Ausmorschungen versehen, ist die skurrile Weidenzeile für das Auge besonders im Herbst, Spätwinter und Frühling, wenn die Sonne schräg steht und die frischen gelb-roten Weidenruten aufleuchten lässt, immer wieder ein besonderes Naturerlebnis in freier Feldflur. In gewisser Weise verkörpern Kopfweiden insgeheim das, wovon Menschen manchmal insgeheim träumen – je älter umso schöner.

Fotos Thomas Neder

 
 
In gewisser Weise verkörpern Kopfweiden insgeheim das, wovon Menschen manchmal insgeheim träumen – je älter umso schöner.

Besonders im Herbst, Spätwinter und Frühling, wenn die Sonne schräg steht und die frischen gelb-roten Weidenruten aufleuchten lässt, immer wieder ein besonderes Naturerlebnis in freier Feldflur.