Das Leberblümchen – Blume des Jahres 2013
 

(TN) Zur Blume des Jahres 2013 wurde von der Stiftung Naturschutz das Leberblümchen gewählt. Die Stiftung wurde von vielen Jahren von Loki Schmidt ins Leben gerufen

Schon Ende März, Anfang April leuchtet das grazile Leberblümchen frühlingsblau zwischen dem vorjährigen Laub in den kalkreichen lichten Mischwäldern. In der Nacht und bei Regenwetter schließt es seine Blüten.

Wenn es sich wohlfühlt, bilden sich im Laufe der Jahre ausgedehnten Bestände. Das Leberblümchen lässt sich mit der Ausbreitung allerdings viel Zeit. Ist es einmal am Standort etabliert, wird man viele Jahre seine Freude daran haben. Lichte Buchen- und Eichenwälder mit kalkhaltigen gut durchlässigen Böden und einer frischen Waldhumusauflage sagen ihm besonders zu.

Die Pflanze überwintert mit einem schräg im Boden liegenden Rhizom und fällt in der kalten Jahreszeit durch die immergrünen dreilappigen Blätter auf. Die in drei Lappen geteilte Blattspreite, die in den Konturen an die Umrisse einer menschlichen Leber erinnert, hat dem Leberblümchen nach der Signaturlure seinen Namen gegeben.

In den Hausgärten war es früher eine beliebte Bauergartenpflanze, hat aber zwischenzeitlich an Bedeutung und Beliebtheit eingebüßt. Bei passenden lockeren Laubhumusböden und einem guten Standort im lichten Schatten, lässt es sich dennoch im Hausgarten ansiedeln. Eingestreutes Laub oder locker aufgelegte Nadelreiser geben den immergrünen Blättern einen wirksamen Winterschutz.
Kleine Trupps von 3 bis 10 Pflanzen lassen den aparten Frühlingsblüher etwas mehr zur Wirkung kommen. Gut sortierte Staudengärtnereien führen es im Sortiment. Die Verbreitung erfolgt vor allem durch Ameisen, welche die Samen verschleppen. Die gefüllten Sorten `Plena` und `Rubra Plena` wirken dank der Blütenfülle noch etwas mehr. Sie werden durch Teilung vermehrt. Gute Nachbarn sind z. B. das Gedenkemein, der Lerchensporn, Christrosen, oder das Buschwindröschen.

Fotos: Thomas Neder


Schon Ende März, Anfang April leuchtet das grazile Leberblümchen frühlingsblau zwischen dem vorjährigen Laub in kalkreichen, lichten Mischwäldern.