Die Purpurfleckenkrankheit bei Porree
 


(TN) Neben der lästigen Zwiebelminierfliege und der Porreeminierfliege, die beim Porree für große Probleme sorgen, tritt seit einigen Jahren auch verstärkt die Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri) auf. Es handelt sich hierbei um eine Pilzkrankheit, die oft nicht als solche erkannt wird.


Durch den Pilzbefall entstehen auf den Blättern ovale Flecken, die zunächst graubraun gefärbt sind und sich dann später schwarz färben. Die schwarze Färbung wird durch Pilzsporen verursacht. Die Flecken selbst sind mit einem rotvioletten Rand eingefasst – daher der Name Purpurfleckenkrankheit. Mit fortschreitender Erkrankung verdrehen sich die Blätter, reißen auf und sterben schließlich ab. Auch der Schaft der Pflanze kann befallen werden. Er zerfällt dann zu einer schleimigen Masse.


Der Pilz wird durch Samen übertragen, oder überdauert auf befallenem Pflanzenmaterial im Boden. Die Infektion erfolgt vor allem bei feucht-warmen Wetter mit Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Beete, auf denen immer wieder Porree oder Zwiebeln angebaut wird, sind besonders gefährdet.


Um der Purpurfleckenkrankheit vorzubeugen, sollte man einen ausreichenden Fruchtwechsel (mindestens 3 Jahre oder mehr) einhalten. Befallene Pflanzenteile und Putzabfälle sollten sorgfältig von den Beeten entfernt und entsorgt werden. Auch ein bewusst weit gehaltener Pflanzabstand kann die Ausbreitung der Pflanzung etwas eindämmen.

Foto: Thomas Neder

   


Die Purpurfleckenkrankeit hinterlässt auf den Bättern ovale Flecken mit einem später violettem Rand