Narzissen und ihre Begleiter am Gehölzrand
 

(TN) Sobald sich das Laub der Gehölze entfaltet hat, wird es im Schatten recht dunkel, während der Lichtgenuss am Gehölzsaum noch ausreicht. Bei nicht zu trockenem, leicht lehmigem Boden gedeihen am sonnenabgewandten Gehölzrand verschiedene Narzissenarten zusammen mit Farnen, Schattengräsern, Kauskasusvergissmeinnicht, Lungenkrautarten und Waldsteinien. Sie führen die Blüte der Vorfrülingsblüher fort. Im Sommer breiten sich dann in ihrer Nachbarschaft Funkien, Taglilien, Silberkerzen und Eisenhut aus.

Der Säuregrad sollte für Narzissen etwas unter 7 liegen. Der Boden sollte im Frühjahr recht feucht sein. Sommerliche Trockenheit ist für Narzissen nicht so wichtig wie bei den Tulpen. Narzissenzwiebeln sind mehrjährig. Neue Zwiebeln entwickeln sich innerhalb der alten. Die Blüte für das nächste Jahr wird im Anschluss an den Blütenflor angelegt. In den gerodeten Zwiebeln sind die Blüten bereits angelegt.


Werden Narzissen geschnitten, entwickeln die Blütenstängel nach dem Schnitt Schleim. Nach dem Schneiden sollte man sie deshalb am ersten Tag nicht mit anderen Schnittblumen in eine Vase stellen.

Narzissen werden bevorzugt früh gepflanzt. Einen reichen Blütenansatz zeigen sog. „Doppelnasen“. Optimal ist ein Stecken schon Mitte September, dann haben sie ausreichend Zeit, um Wurzeln zu bilden. Narzissen stoßen ihre Wurzeln beim Eintritt der Ruhephase ab und bilden früh wieder neue. Werden die leuchtenden Frühjahrsblüher im Herbst gepflanzt und zeigen sich bereits neue Wurzeln, ist Vorsicht geboten. Abgebrochene Wurzeln verzweigen sich nicht mehr und faulen schnell. Gut bewurzelte Narzissenzwiebeln können strenge Frostperioden besser überstehen. Jeder normale Gartenboden mit guter Struktur ist für das Stecken von Narzissenzwiebeln geeignet. Der Boden muss ausreichend feucht, aber locker sein. Stehen Narzissen im Rasen, und möchte man für eine Regeneration der Zwiebel sorgen, sollte man ihn erst ca. 6 Wochen nach der Blüte mähen.

Hochgezüchtete Formen sind in der Wachstumszeit für etwas Dünger vor oder während der Blüte dankbar. 20 g eines Mehrnährstoffdüngers pro m2 aus. Dies unterstützt eine zufriedenstellende Blütenneubildung für das nächste Jahr. Frischer Stalldung sollte nicht verwendet werden. Hochgezüchtete Sorten kann man auch alle 3-4 Jahre versetzten. Dies wirkt sich in der Regel gesundheitsfördernd aus.Bei Wildarten reicht in der Regel der natürliche Nährstoffnachschub aus dem Humusabbau aus. Fotos: Thomas Neder

Von Narzissen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Gruppen mit typischen Merkmalen.

Gruppe Trompetennarzissen:
Die Nebenkrone (Pokal, Trompete, oder Paracorolla genannt) spielt hier eine wichtige Rolle in der Einteilung.

Großkronige Narzissen:
Großkronige Narzissen besitzen eine Blüte pro Stängel. Die Nebenkrone ist mehr als ein Drittel als die Gesamtlänge der Blütenblätter.

Gefüllte Formen:
Neben einfachen Formen gibt es nat. auch gefüllt blühende Sorten mit mehr als 6 der normalen Hüllblätter.

Alpenveilchennarzissen:
Am kleinsten und zartesten sind die Alpenveilchennarzissen (Narcissus cyclamineus). Sie blühen von März bis April. Außer den erwähnten Formen gibt es noch die Kleinkronigen Narzissen, die Triandrus Narzissen, die Jonquilla Gruppe, Tazetta Narzissen, Poeticus Arten, Wildwachsende Typen und Spaltkronen Narzissen.

Duft liegt in der Luft
Wer Narzissen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Nase genießen möchte, sollte Duftnarzissen (Narcissus jonquilla) für seinen Garten wählen. Sie tragen auf jedem Stiel 2 bis 6 duftende Blüten. Sie sind allerdings etwas frostempfindlich und benötigen über den Winter eine gute Abdeckung mit Laub etc.



Foto: Thomas Neder
      
Von Narzissen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Gruppen mit typischen Merkmalen. Form und Größe der Nebenkrone spielt bei der Einteilung eine wichtige Rolle.
Narzissen sind aus dem Frühlingsgarten als leuchtende Farbtupfer nicht mehr wegzudenken.
Neben den bekannten gelben Sorten gibt es Narzissen auch in einem edlen Weiß. Klein aber fein sind die kleine Narzissenwildsorten.