Erprobtes und Ausgefallenes zum Thema Obstbaumschnitt
 

TN_ Trotz arktischer Kälte war der Zuspruch beim praktischen Teil des Schnittkurses am Obstlehrgarten wie schon in den letzten Jahren sehr groß. Ein ausführlicher theoretischer Teil am Vorabend legte die Grundlagen für die Praxis. Thomas Neder, Geschäftsführer des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V., demonstrierte bei seinen praktischen Ausführungen auch ausgefallene Schnittvarianten. Rezepte zur 3-Asterziehung und zur Hochstammpyramide bei Johannisbeeren, Anleitungen zur Verrier-Palmette beim Apfel und zur Hohlkrone beim Pfirsich, sowie für die Kordonerziehung beim Wein fanden bei den Zuhörern offene Ohren. Dass man die urgesunde Aronie nicht nur als Busch, sondern auch als sehr dekoratives Hochstämmchen veredeln kann, zeigte eine mehrjährige Veredlung im Eingangsbereich des Lehrgartens. Tipps und Tricks zur Erziehung von Kirschen, Zwetschgen und Äpfeln nach dem Prinzip der „Central-leader“ Erziehung rundeten den Gang durch den Obstlehrgarten ab.
Wie man mit minimalem Schnittaufwand einen Obstbaum im Gleichgewicht hält und nicht nur Holz produziert, sondern vor allem den Grundstein für regelmäßige und gute Ernten legt, wurde beim Schnitt zweier ca. 15 jähriger Halbstämme auf der Obstwiese ausführlich demonstriert.
Termine:
Die diesjährige Reiserausgabe findet am 18. April von 13:30 bis 15:30 Uhr Uhr am Reiserkeller in Ebersdorf statt. Wegen Umstrukturierungsarbeiten in Triesdorf können in diesem Jahr leider nur Reiser aus dem Forchheimer Reiserschnittgarten und dem Obstmuttergarten in Einberg geliefert werden. Am gleichen Tag findet um 17:30 Uhr ein Veredlungsworkshop am Obstlehrgarten statt.
Der Obstlehrgarten öffnet ab dem 1. April wieder seine Pforten. Führungen sind ab 15 Personen möglich.

Fotos: Thomas Neder

 
Erprobtes und ausgefallenes zum Thema Schnitt gab es beim Schnittkurs des Kreisverbandes.