Ein Hauch von Exotik
Stachyurus praecox – Japanischer Perlschweif
 

(TN) Noch selten ist der Japanische Perlschweif in privaten Gärten zu finden. Auch in so manchen Baumschulen sucht man ihn häufig leider noch vergeblich. Es handelt sich also um eine echte Rarität, die einen Versuch lohnt.
Betrachtet man die etwas steif nach unten hängende aber dennoch aparte blassgelbe Blüte, wird einem die botanische Bezeichnung plausibel. Sie setzt sich zusammen aus dem griechischen stachys (Ähre), und oura (Schweif), sowie dem lateinischen praecox (frühzeitig).
Von den 10 Arten des Katzenschweifes sind bei uns nur zwei Arten zuverlässig winterhart. Dies sind Stachyurus praecox und Stachyurus chinensis. Sie sind in Japan und im Himalaya beheimatet und kommen dort häufig in der Nähe von Wasserläufen vor. Die Blütenknospen sind bereits vor dem Laubfall im Herbst in den Blattachseln angelegt und öffnen sich in den letzten Wintertagen. Je nach Witterung kann man sich 3 bis 5 Wochen an den hübschen Blüten erfreuen. Stachyurus praecox blüht etwa 2 Wochen früher als Stachyurus chinensis und wächst zu einem mittelgroßen Strauch mit rötlich braunen Zweigen und elliptischen Blättern heran.
Im Botanischen Garten Erlangen stehen im Schutze größerer Gehölze eine ganze Reihe stolzer Exemplare mit einer Endhöhe von ca. 2,5m.

Jetzt im Winter, wenn der Garten etwas Zeit lässt, bietet es sich an, nach einem geeigneten Standort zu suchen und Pflanzplanungen für den interessanten „Nachwuchs“ zu machen.

Fotos: Thomas Neder

Noch selten ist der Japanische Perlschweif in privaten Gärten zu finden. Die Blütenknospen sind bereits vor dem Laubfall im Herbst in den Blattachseln angelegt und öffnen sich in den letzten Wintertagen