Sommerphloxe – Klassiker der Staudenrabatte
 

(TN) „Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum“, dies meinte der große Staudenzüchter Karl Förster. Wer gerne prachtvolle Staudenrabatten pflegt, wird diesem Satz zustimmen - auch wenn manche Sorten des Sommerphloxes durchaus hohe Ansprüche stellen können.

Gemäß seiner Herkunft, den bewaldeten Flussniederungen Ohios, schätzt der Sommerphlox (Phlox paniculata Hybr.) tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit ausreichend Feuchtigkeit. Wird Phlox im Herbst gepflanzt, schützt man ihn am besten mit einer leichten Laubdecke. Bei guter Wasser- und Nährstoffversorgung kann er lange am gleichen Standort bleiben. Gegen Mehltau empfindliche Sorten ersetzt man am besten durch robustere Züchtungen. Bei Problemen mit Älchen, die sich durch Krüppelwuchs ankündigen, werden die anfälligen Pflanzen ebenfalls durch tolerantere Sorten ersetzt. Bei einer Neupflanzung ist dann ein Standortwechsel angesagt. Vermehrt wird der Sommerphlox durch Teilung der vitalen Randbereiche in faustgroße Stücke oder durch Kopfstecklinge.

Die Blütendauer der Phlox paniculata Hybr. reicht von Juni bis September. Sehr früh blüht z. B. die blauviolette Sorte `Blue Paradise`, spät die wüchsige weiße Sorte `Hochgesang` oder die Förster Sorte `Kirmesländer`. Die Besonderheit vieler Züchtungen ist ihr Auge, wie z. B. die Sorte `Landhochzeit` mit rotem Auge und rosa Grundfarbe. Mit einem kleinen Trick kann man frühe Blüten auch etwas nach hinten schieben. Hierzu kürzt man vor oder beim Erscheinen der Blütenknospen diese um eine Handbreite ein. Die so entspitzten Knospen treiben aus den Blattachseln aus und blühen hierdurch einige Wochen später.

Neben Madonnenlilien, Indianernesseln, oder Lavendel gehören viele Sommerphloxarten zu den Duftstauden. Eine ganze Reihe von Sorten verströmt am Abend einen angenehmen Wohlgeruch. Dies lockt zahlreiche Nachtschwärmer an. Der Dufthauch reicht von einer Fliedernote bis zum Duft des Geißblattes. Während man bei vielen Stauden die Samenstände als Deko für Herbst und Winter stehen lässt, sollte man die verblühten Stängel beim Phlox am besten ausbrechen. Ausgefallene Samen keimen leicht und überwuchern die Elternpflanzen.

Gute Nachbarn sind z. B. Sonnenbraut, Herbstastern, Goldruten oder Rudbeckien. Rhythmische Trupps in veränderten Wiederholungen sorgen auf Rabatten für ansprechende Wirkung. Dezente Farbtöne lassen sich hierbei leichter kombinieren, als manche „knalligen“ Sorten, die ihnen aber letztendlich auch zu ihrem Namen Flammenblume verholfen haben.

Fotos: Thomas Neder


„Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum“, dies meinte der große Staudenzüchter Karl Förster. Wer gerne prachtvolle Staudenrabatten pflegt, wird diesem Satz zustimmen.

Die russische Sorte `Uspech` wirkt durch ihre violetten Blüten und dem großen weißen Auge sehr farbintensiv.

Eine fast schon historische Sorte ist `Wenn schon, denn schon`. Sie wurde im Jahr 1934 gezüchtet. Die Tatsache, dass man sie noch immer in den Gärten findet, spricht für sich.

 

Auch ohne großen farblichen `Schnickschnack` macht die weiße Sorte `Pina Colada` eine gute Figur.