Die Allackerbeere – Gesundes Wildobst mit leuchtender Blüte
 

Die Allackerbeere ist ein mehrjähriger, krautiger Bodendecker. Sie wird auch schwedische Ackerbeere oder Arktische Himbeere genannt. Die Heimat der Allackerbeere liegt im hohen Norden. Sie kommt in Finnland und dem Norden Schwedens, in Nordrussland China und in Korea vor.

Ihre rosa farbenen Blüten erinnern etwas an den Farbton von Geranium endressii und leuchten im Juni aus dem dichten Pflanzenteppich, der sich im Laufe der Jahre bildet. Wegen der interessanten Blüte kann man sie auch gestalterisch gut verwenden.

Die Pflanze breitet sich vegetativ über Wurzelsprosse aus, weshalb man sie leicht teilen kann. Die Blätter sind wechselständig und bei spärlicher Behaarung dreiteilig gefiedert.

Die dornenlose kriechende Wildbeere wird ca. 10 bis 30 cm hoch und eignet sich gut als Bodendecker. Sonnige bis halbschattige Standorte bieten sich als Standort am besten an. Da die Allackerbeere im Winter oberirdisch zurückfriert, entfallen Schnittmaßnahmen. Für die Pflanzung reichen 4 bis 6 Exemplare pro m2 aus. Die Bestände werden im Laufe der Zeit von selbst immer dichter und schließen nach 2-3 Jahren die Lücken. Obwohl die Allackerbeere in ihrer Heimat saure, feuchte Standorte, wie feuchte Heiden, Sumpfwiesen oder zeitweilig überschwemmte Fichtenmoorwälder bevorzugt, wächst sie auch auf kompostreichen Substraten, die mit einer leichten Rindenmulchschicht abgedeckt sind und in den trockenen Sommermonaten bewässert werden. Die Pflanze ist absolut frosthart. Winterschutz ist daher nicht notwendig. Pflanzenschutzprobleme sind bis dato nicht weiter bekannt.

Die kleinen Früchte, bräunlich purpurrote Sammelsteinfrüchte, reifen im Juni und Juli. Sie erinnern etwas an Brombeeren und verstecken sich teilweise unter dem Laub. Anfangs recht sauer, entwickeln sie bei Vollreife ein wunderbares Aroma, so dass sich die etwas mühsame Ernte der kleinen Früchte doch lohnt. In Skandinavien gelten sie als Delikatesse. Sie werden auch zu Marmelade verarbeitet, oder zur Likör- und Saftbereitung verwendet. Die getrockneten Blätter können auch für Tee verwendet werden.

Die Früchte der Allackerbeere enthalten viel Ellagitannine. Unter allen phytochemischen Bestandteilen, die zahlreich im Beerenobst enthalten sind, gilt Ellagsäure als Bestandteil mit der größten krebshemmenden Wirkung.

Die Blüten werden von Insekten bestäubt oder sind auch selbstbestäubend. Zur besseren Befruchtung empfiehlt sich die Pflanzung verschiedener Sorten. Momentan sind z. B. die Sorten `Linda`, `Beata` und `Sofia` im Handel. Die Sorten unterscheiden sich nur unwesentlich. Zur besseren Fruchtbildung sollten zumindest zwei unterschiedliche Sorten zusammen gepflanzt werden.

Die Allackerbeere blüht zur Zeit im Obstlehrgarten des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V.

Fotos: Thomas Neder

 

Die rosa farbenen Blüten der Allackerbeere erinnern etwas an den Farbton von Geranium endressii und leuchten im Juni aus dem dichten Pflanzenteppich, der sich im Laufe der Jahre bildet. Wegen der interessanten Blüte kann man sie auch gestalterisch gut verwenden.

 

Die kleinen Früchte, bräunlich purpurrote Sammelsteinfrüchte, reifen im Juni und Juli. Sie erinnern etwas an Brombeeren und verstecken sich teilweise unter dem Laub. Anfangs recht sauer, entwickeln sie bei Vollreife ein wunderbares Aroma, so dass sich die etwas mühsame Ernte der kleinen Früchte doch lohnt