Primel für den Frühlingsgarten
 

Die Rosenprimel - Karminroter Farbklecks am Gartenteich
Die sich bereits im März langsam öffnenden karminroten Blüten der Rosenprimel (Primula rosea) sind ein nicht zu übersehender Blickfang in vielen Gärten. Die Sumpf-Primel stammt ursprünglich aus Afghanistan und Kaschmir. Im Hausgarten kann sie an feuchten humusreichen Bach- und Teichufern angesiedelt werden Der Standort sollte halbschattig und der Boden leicht sauer und nicht zu schwer sein. Eine üppig blühende Sorte ist `Gigas`, die bis 20 cm hoch wird. Gute Blühpartner der Sumpfprimel sind z.B. die leuchtend gelbe Sumpfdotterblume (Caltha palustris), das himmelblaue Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis palustris) oder die variabel gefärbten Gauklerblumen (Mimulus sp.), welche ähnliche Standorte bevorzugen.

Fehlt ein passender Standort, kann man mit relativ einfachen Mitteln Abhilfe schaffen. Hierzu leistet eine Teichfolie, die etwas 30-35 mit Moorbeeterde überdeckt wird, gute Dienste. Kleine Löcher, im Abstand von etwa 20 cm, sorgen dafür, dass Wasser abziehen kann und kein Morast entsteht.

Kugelprimeln – Bunte Blütenballone leuten das Frühjahr ein
Die Kugelprimel (Primula denticulata) ist eine fernöstliche Schönheit, die schon lange ein Klassiker in den Hausgärten geworden ist. Sie soll bereits 1842 bei uns eingeführt worden sein. Wild wächst die fein behaarte Pflanze in Westchina, dem Himalaya und in Afghanistan, wo man sie in Höhenlagen bis zu 4000m findet. Auf kräftigen Stängeln sitzend, macht sie bereits ab Ende März mit ihren bunten bis zu 30 cm Blütenständen in Form einer leuchtenden Kugel auf sich aufmerksam. Weiß strahlt die Sorte `Alba`. `Rubin` gefällt durch ein leuchtendes karminrot. Mittlerweile reicht die Farbskala von weiß, zartlila, karminrot, bis blauviolett. Da die Blüte sehr frühzeitig im Jahr erscheint, empfiehlt sich ein etwas frostgeschützter Standort.

Die Kugelprimel liebt einen luft- und bodenfeuchten Standort. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein. In rauen Lagen ist ein leichter Winterschutz aus Fichtenreisig sinnvoll. Auf eine dicke schützende Laubschicht sollte eher verzichtet werden, da es sonst leicht zu Fäulnis kommen kann. Die Kugelprimel lässt sich leicht durch Samen vermehren. Allerdings erhält man hierdurch ein buntes Farbengemisch. Dies kann interessant sein, wenn man selbst Züchter spielen will und aus der Vielzahl unterschiedlicher Sämlinge dann einen bestimmten Typ auswählen möchte. Durch Teilung lassen sich die persönlichen Favoriten dann anschließend sortenecht weiter vermehren. Das gleiche funktioniert mittels Wurzelschnittlingen.

Generell empfiehlt es sich, auch ohne züchterische Ambitionen, zum Erhalt der Vitalität, Kugelprimeln nach 3-4 Jahren hochzunehmen, zu teilen und neu aufzupflanzen.

Passende Nachbarn für die Kugelprimel sind z. B. Lungenkraut (Pulmonaria angustifolia), Gedenkemein (Omphalodes verna) oder das Kaukasus –Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla).

      
 
Die sich bereits im März langsam öffnenden karminroten Blüten der Rosenprimel (Primula rosea) sind ein nicht zu übersehender Blickfang in vielen Gärten.
Die Kugelprimel liebt einen luft- und bodenfeuchten Standort. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein. In rauen Lagen ist ein leichter Winterschutz aus Fichtenreisig sinnvoll.