Stecklingsvermehrung von Pelargonien (Geranien)
 

Allgemeines:
Die Heimat der Pelargonien liegt in Südafrika. Wegen ihrer Blattform, welche an die der Staude Geranium erinnert, haben sie bis heute den landläufigen Namen Geranien beibehalten.
Alle fünf Geraniengruppen (Zonale-, Miniatur-, Duft-, Edel- und Efeupelargonien) lassen sich leicht durch Stecklinge vermehren.

Sämling – Steckling:
Die Stecklingsvermehrung beruht auf der Eigenschaft der Pflanze, aus einem Sprossteil (hier Kopf-, oder Teilsteckling) eine in Blüte, Form und Größe identische neu junge Pflanze aufzubauen. Pelargonienstecklinge können sowohl im Frühjahr (z. B. Februar- März gewonnen werden. Für die Stecklingsauswahl nimmt man nur gesunde, kräftige Triebe. Blüten und Blütenansätze sollten entfernt werden.

Schnitt:
Zum Schneiden ist ein scharfes Stecklingsmesser ideal. Alternativ leistet auch eine Rasierklinge hervorragende Dienste.

Geschnitten wird am besten dicht unterhalb eines Blattknotens, da sich dort besonders viele zur Wurzelbildung notwendige Pflanzenwuchsstoffe befinden. In der Regel wird dies bei einem fingerlangen Steckling nach etwa dem 3. Blattpaar der Fall sein.

Bis auf die oberen 2-3 Blätter werden alle anderen Blätter entfernt, da sie nur unnötig viel Wasser verdunsten und dadurch den anfangs noch nicht bewurzelten Steckling schwächen würden.

Substrat:
Als Erdmischung verwendet man z. B. eine fertige nährstoffarme Aussaaterde. Sie sind steril, d.h. sie enthalten keine Keime unerwünschter Vermehrungskrankheiten, wie Umfallkrankheit, Stengelwelke, Grauschimmel etc. Gut geeignet sind auch die im Handel erhältlichen Torfquelltöpfe, die nach kurzem Einweichen in Wasser ihre volle Größe entfalten. In diese Quelltöpfe steckt man am besten nur jeweils einen einzelnen Steckling.

Stecken:
Um den Steckling an der Basis nicht zu verletzen oder umzuknicken, kann man mit Hilfe eines Hölzchens oder Pikierstabes kleine, etwa 2,5 cm tiefe Löcher in das feuchte Vermehrungssubstrat formen, den Steckling vorsichtig in das Substrat einstecken und dann leicht andrücken. Die Stecklinge können dicht stehen, sollten sich aber am besten nicht berühren.

Ein Angießen von oben sollte vermieden werden, um einen Befall mit Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten zu vermeiden. Durch die Kapillarkräfte im Substrat steigt das in einen Untersetzer gefüllte Wasser automatisch langsam nach oben und kann somit das klassische „Überkopf Gießen“ ersetzten. Generell können Tontöpfe wegen der starken kapillaren Wirkung leichter von unten über einen Untersetzer bewässert werden, als Töpfe aus Kunststoff.

Das Eintauchen in ein Bewurzelungshormon wie z.B. Serdadix etc. kann den Bewurzelungsvorgang beschleunigen, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Unter guten Bedingungen bewurzeln die Stecklinge bei 10 bis 15 Grad Bodentemperatur innerhalb von 7 bis 10 Tagen.

Gefäße:
Die Auswahl geeigneter Töpfe oder Behältnisse ist groß. Ideal sind z. B. handelsübliche Minigewächshäuser mit lichtdurchlässiger Abdeckung, wodurch man leicht eine „gespannte“, sprich feuchte Luft erzeugen kann. Luxusausführungen besitzen auch eine Bodenheizung, die besonders bei späten oder sehr frühen Stecklingssätzen sinnvoll sind.

In Kleingewächshäuser lassen sich entweder einzelne Töpfe oder sog. Multipaletten einstellen. Alternativ kann man den Boden der Minigewächshäuser auch ganz mit Vermehrungssubstrat füllen und die Geranien flächig abstecken.

Einzelne kleinere Gefäßeinheiten, in die jeweils nur ein Steckling kommt, haben den Vorteil, dass die angewachsenen Stecklinge beim Umsetzen keinen Pflanzschock erleiden und zügig weiterwachsen können. Um dies zu erreichen, sollte beim Austopfen der bewurzelten Stecklinge besonders darauf geachtet werden, dass der kleine Wurzelballen der jungen Pflanze intakt bleibt ohne auseinander zu fallen. Torfpresstöpfe in Multipalettenformat brauchen nur abgetrennt zu werden. Sie können dann ohne Austopfen des Stecklings in ein größeres Gefäß gesetzt werden ohne den Steckling im weiteren Wachstum zu stören.

Pflege:
Der Standort für die Vermehrungsgefäße sollte hell und temperiert sein. Eine direkte Sonneneinstrahlung gilt es zu vermeiden Das Substrat sollte leicht feucht, aber nicht nass sein, da sonst die Wurzelbildung behindert wird und es leicht zu Fäulnis kommen kann.
Der Steckling ist angewachsen, sobald sich neue Blätter zeigen. Bei Multipaletten mit Löchern auf der Unterseite kann man dies an den dann sichtbaren neuen Wurzeln leicht feststellen.

Zu besonders kompakten und dichten Pflanzen kommt man, wenn man mehrere Stecklinge in einen Topf setzt. Eine andere gängige Praxis ist das „Pinzieren“ der jungen Pflanzen. Dies ist vor allem bei „stehenden Sorten“ sehr wirkungsvoll. Hierbei wird mit den Fingern oder einer Schere die Triebspitze von der heranwachsenden Jungpflanze entfernt, wodurch die Bildung von Seitentrieben angeregt wird und eine füllige Pelargonie entsteht.

      
Geschnitten wird am besten dicht unterhalb eines Blattknotens, da sich dort besonders viele zur Wurzelbildung notwendige Pflanzenwuchsstoffe befinden. In der Regel wird dies bei einem fingerlangen Steckling nach etwa dem 3. Blattpaar der Fall sein.
In Kleingewächshäuser lassen sich entweder einzelne Töpfe oder sog. Multipaletten einstellen. Alternativ kann man den Boden der Minigewächshäuser auch ganz mit Vermehrungssubstrat füllen und die Geranien flächig abstecken.
Einzelne kleinere Gefäßeinheiten, in die jeweils nur ein Steckling kommt, haben den Vorteil, dass die angewachsenen Stecklinge beim Umsetzen keinen Pflanzschock erleiden und zügig weiterwachsen können Zu besonders kompakten und dichten Pflanzen kommt man, wenn man mehrere Stecklinge in einen Topf setzt. Eine andere gängige Praxis ist das „Pinzieren“ der jungen Pflanzen