Startschuss für die Tomatenaussaat
 

(TN) Im März gibt es bei den Gartenfreunden kein Halten mehr. Die ersten Saaten müssen nun zügig in die Erde und eilig gilt es noch gezielt die eine oder andere Samentüte zu besorgen. Hier sollte das Motto „Klasse statt Masse“ gelten.

Der Zeitraum zwischen dem 10. und 15. März ist erfahrungsgemäß ideal zur Tomatenaussaat. 8-9 Wochen Anzucht reichen bis zum Auspflanzen völlig aus. Sterile Aussaat- und Pikiererden eignen sich zur Anzucht besonders. Während zum Keimen Temperaturen um die 20 Grad ideal sind, sollte man die heranwachsenden Jungpflanzen danach ruhig etwas abhärten. Mit einer Vlieshaube abgedeckt, können sie an warmen Tagen auch schon mal Frischluft schnuppern. Verhätschelte Zimmertomaten werden schnell langhalsig und liefern keine gute Pflanzenqualität. Gedrungene Pflanzen mit dicken Stielen sollten das Ziel sein. Eine hervorragende Allround-Tomate ist nach wie vor `Vanessa`. Sie schmeckt bei hohen Erträgen sehr gut. Bei den San Marzano Tomaten die ist die längliche Sorte `Agro` seit vielen Jahren ein echter Renner. `Country Taste` ist eine der besten Sorten bei den Fleischtomaten. Wenig falsch machen kann man bei den süßen Cocktailtomaten. Neben roten Sorten gibt es mit `Golden Pearl` auch eine interessante gelbe Züchtung. Will man bereits vor den Eisheiligen auspflanzen, und steht kein Gewächshaus zur Verfügung, kann man sich mit einem 30g Vlies „bewaffnen“ und kleine Hauben um die Pflanzen legen. Ein regengeschützter Standort im Freien ist oft besser, als ein schlecht lüftbares Gewächshaus. Vorbeugend gegen die Kraut- und Braunfäule sollten beim Gießen die Blätter nicht benässt werden. Die Cocktailtomate `Philovita` gilt als relativ robust gegen die gefürchtete Pilzkrankheit.

Kopfsalat will im Wind wehen
Sommersalate keimen am besten bei 18 bis 20 Grad. Wer nicht pikieren will, kann mit Hilfe einer kleinen handelsüblichen Presse kleine Erdpresstöpfe herstellen und direkt in diese säen. Beim Auspflanzen kommt gerade mal die Hälfte des Erdpresstopfes in die Erde. Der Salat will im Wind wehen, heißt es in Fachkreisen. In Verbindung mit einem ausreichenden Standraum von 25 x 25 cm kann der Salatfäule vorgebeugt werden. Wichtig beim Kauf von Salatsamen sind die Lausresistenz, die Schossfestigkeit und am besten die Eignung als Ganzjahressorte. Seit vielen Jahren die Nummer 1 unter den Kopfsalaten ist `Gisela`. `Monique` und `Adrienne` zählen ebenfalls zu den Rennern.

Problemlose Schnittsalate
Wem die Anzucht zu zeitintensiv ist, kann auf Schnittsalate zurückgreifen. Sie werden einfach in einer Reihe ausgesät und zur Ernte einfach abgeschnitten. Gute Sorten sind z. B. der rote `Redlo` oder der grüne `Palosta`. Da grüne Schnittsalate schneller wachsen als rote, sollte man sie am besten nicht in einer Reihe mischen. Wer sich mit den etwas unhandlichen kleinen Salatsamen schwer tut, kann auf pilliertes Saatgut zurückgreifen.

Neue Salanova Salate
Groß im Kommen sind auch die sog. Salanova Salate. Hier laufen alle Blätter in einem Punkt an der Basis zusammen. Ein einfacher Schnitt und die Pflanze zerfällt in mundgerechte kleine Stücke. Rot-grün leuchtet die Sorte `Salanova – Salat Suerat`, intensiv grün ist `Salanova Aquino`.

Ein großes Problem bei den Einlegegurken ist nach wie vor der Falsche Mehltau, eine Pilzkrankheit, die innerhalb einer kurzen Woche ganze Bestände zusammenbrechen lässt. Ein Hoffnungsschimmer sind die relativ robusten Sorten `Schubert` und `Zirkon`. Sie halten in der Regel etwas länger durch. Interessant bei den Salatgurken ist die kleine Freilandgurke `Mertus`.

Minierfliege bei Lauch und Weiße Fliege bei Kohl bereiten zunehmend Probleme. Hier lohnt die Anschaffung eines besonders feinmaschigen Netzes (0,8 x 0,8 mm). Es kann viele Jahre genutzt werden.

Fotos: Thomas Neder

Bezugsquelle:
Wolfgang Nixdorf
Tel.: 09343 3465
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`Country Taste` ist eine der besten Sorten bei den Fleischtomaten.
Der Zeitraum zwischen dem 10. und 15. März ist erfahrungsgemäß ideal zur Tomatenaussaat. 8-9 Wochen Anzucht reichen bis zum Auspflanzen völlig aus. Sterile Aussaat- und Pikiererden eignen sich zur Anzucht besonders. Das Sortenspektrum bei Tomaten ist mittlerweile riesig. Fast für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte.
TN_TomateRoteMurmel
Eine der kleinsten Cocktailtomaten ist die Sorte `Rote Murmel`. Sie ist nur etwas größer als eine Johannisbeere.
Wer nicht pikieren will, kann mit Hilfe einer kleinen handelsüblichen Presse Erdpresstöpfe herstellen und direkt in diese säen. Mittlerweile gibt es auch Pressen für große Erdpresstöpfe, die auch für die Tomaten- und Gurkenanzucht geeignet sind.