Die Preiselbeere – Fruchtender Bodendecker

(TN) Preiselbeeren kennt man eher aus dem Glas oder tiefgefroren. Als Naschobst in Hausgärten sind sie relativ unbekannt. In Kombination mit Kulturheidelbeeren oder Cranberries lassen sie sich aber wunderbar als fruchtende Bodendecker verwenden. Auch jetzt im Oktober können die urgesunden Beeren zusammen mit Herbsthimbeeren, Bayernkiwis als letztes Beerenobst frisch vom Strauch geerntet werden. Sie sorgen jetzt zu Beginn der nasskalten Jahreszeit für einen willkommenen Vitamincocktail.

Lichter Schatten wird von Preiselbeeren toleriert, im direkten Schatten fruchten sie allerdings nicht. Wie Heidelbeeren und Cranberries benötigen sie einen sauren Boden mit einem pH-Wert unter 5. Die Anlage eines Moorbeetes schafft ideale Wachstumsbedingungen. Da unsere Böden zu kalkhaltig sind, wurde im Obstlehrgarten des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. ein spezielles Moorbeet in Form eines Hochbeetes angelegt. Es empfiehlt sich sehr gut zum Nachbau. Die Mischung besteht aus 60% Weißtorf, Rhodohum ca. 30%, Blähschiefer 10% und zusätzlich etwas Radigen als Spurennährstoffzugabe. Die jährliche Sackung des organischen Materials wird mit einer dünnen Schicht Rhodohum ausgeglichen. Jährlich in einer dünnen Schicht aufgetragen, dient diese zugleich als milde Düngergabe.

Im Abstand von ca. 30 cm gepflanzt, bilden Preiselbeeren, so der Standort passt, je nach Sorte schon nach kurzer Zeit einen dichten Teppich.

Preiselbeeren bringen zwei Ernten. Eine geringere im Juli und eine üppigere noch im Oktober.
Wenig bekannt ist, dass die leckeren Früchte durchaus auch frisch vom Strauch gezupft und genascht werden können. Für eine effektivere Beerntbarkeit kann man auch einen speziellen Pflückkamm verwenden. Dank ihrer urgesunden Inhaltsstoffe zählt man sie neben Aronien, Goji- Beeren, Spaltkörbchen und Cranberries zu den Vitalbeeren.

Preiselbeeren sind reich an Provitamin A (Augen, Hautfunktion), Vitamin B (Stoffwechsel, Nervensystem), Vitamin C (Abwehrkräfte) und Zitronen- und Apfelsäure (wirken Appetit anregend). Durch die in den Früchten enthaltene Benzoesäure sind Preiselbeeren lange haltbar. Man geht davon aus, dass sie bereits die Indianer Nordamerikas zusammen mit Fett und Dörrfleisch zu einer haltbaren Winternahrung dem sog. „Pemmikan“ verknetet haben.

Im Obstlehrgarten des Kreisverbandes werden folgende Sorten erfolgreich kultiviert:

`Koralle`: Immergrün, Reichlich Ausläufer treibend
`Red Pearl`: Aufrecht wachsend ohne Ausläuferbildung
`Red Star`: Wüchsiger Bodendecker

 

Fotos: Thomas Neder

In Kombination mit Kulturheidelbeeren oder Cranberries lassen sie sich aber wunderbar als fruchtende Bodendecker verwenden. Für eine effektivere Beerntbarkeit der Preiselbeeren kann man auch einen speziellen Pflückkamm verwenden.
Die Preiselbeersorte Koralle ist immergrün und bildet schnell zahlreiche Ausläufer Preiselbeeren bringen zwei Ernten. Eine geringere im Juli und eine üppigere noch im Oktober. Wenig bekannt ist, dass die leckeren Früchte durchaus auch frisch vom Strauch gezupft und genascht werden können.