Obst richtig aufbewahren- Obststämme schützen
 

Erst im Oktober pflückreife Apfelsorten lassen sich gut einlagern. Ideale Lagerräume haben eine Temperatur zwischen +2 und +6 °C und eine Feuchte zwischen 80 und 90 %. Zur Erhöhung der Luftfeucht können wassergesättigte Ziegel ausgelegt oder wassergefüllte Schalen aufgestellt werden. Bevor das aufgewärmte Erntegut eingelagert wird, sollte es während der folgenden Nacht noch im Freien bleiben und erst dann am nächsten Morgen abgekühlt in das Lager gebracht werden. Wer keine geeigneten Lagerräume besitzt, kann auch perforierte dünnwandige PE Beutel verwenden. Als Verpackungsgrößen rechnet man mit etwa 2 bis 5 kg Früchte pro Beutel. Hierdurch wird einerseits die Verdunstung der Früchte reduziert, andererseits wird durch die Einstiche ein gewisser Mindestgasaustausch zwischen Beutel und Umgebung gesorgt.

Winterliche Stammpflege von Obstbäumen - Dichte Flechtenbeläge entfernen
Flechten, eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge, an Stämmen und Leitästen von Obstbäumen sind zwar im Grunde nichts Schädigendes, bei starker Besiedlung und dichten Belägen kann dies jedoch indirekt zu Problemen führen. Starke Flechtenrasen saugen wie ein Schwamm Wasser auf und halten besonders in der kalten Jahreszeit die Feuchtigkeit lange auf der Rinde der Stämme. Dies wiederum kann eine Besiedlung mit holzzersetzenden Schadorganismen fördern. Durch eine mechanische Reinigung mit einer Drahtbürste, die man bei Bedarf alle paar Jahre durchführt, kann dies verhindert werden.

Stämme weißeln
Eine weitere traditionelle, aber dennoch immer noch aktuelle Pflegemaßnahme ist das Weißeln der Stämme. Mittels streichfertiger Mischungen verschiedener Hersteller lässt sich die Farbe an frostfreien und trockenen Tagen leicht auftragen. Frostrisse, die durch die hohen Temperaturunterschiede zwischen sonnenbeschienener und sonnenabgewandter Seite besonders nach sonnigen Tagen mit klirrend kalten Nächten entstehen, können somit leicht verhindert werden. Auch hier erleichtert ein Abkratzen loser Borkenteile mittels Drahtbürste oder Rindenkratzer den Auftrag der Farbe.

Laub als dankbare Mulchauflage
Laub auf dem lichthungrigen Rasen sollte im Winter entfernt werden. Als dünne Decke über dem Staudenbeet, im Gemüsegarten oder unter Beerensträuchern ist das Falllaub bestens geeignet. Laub von Eiche, Kastanien und Walnuss zersetzt sich relativ schwer und hat einen hohen Anteil an Gerbstoffen. Kleinere Mengen können als Mischbestanteil einer Mulchdecke toleriert werden.

Foto: Thomas Neder

 
      
TN_Flechten:
Starke Flechtenrasen saugen wie ein Schwamm Wasser auf und halten besonders in der kalten Jahreszeit die Feuchtigkeit lange auf der Rinde der Stämme. Dies wiederum kann eine Besiedlung mit holzzersetzenden Schadorganismen fördern.
TN_Frostriss:
Frostrisse, die durch die hohen Temperaturunterschiede zwischen sonnenbeschienener und sonnenabgewandter Seite besonders nach sonnigen Tagen entstehen, können durch einen Weißanstrich vermieden werden.
TN_Weißanstrich:
Eine weitere traditionelle, aber dennoch immer noch aktuelle Pflegemaßnahme ist das Weißeln der Stämme.