Zarte Mairüben
 

TN_Knackige Radieschen und scharfe Rettiche zählen zu den gesunden Klassikern des Gemüsegartens im Frühling.

Weniger bekannt ist die zarte Mairübe. Eine schmackhafte Versuchung, die auf dem Gemüsebeet nicht fehlen sollte. Ihr Geschmack liegt in etwa zwischen Kohlrabi und Radies, jedoch sehr mild und aromatisch. Besonders die ätherischen Öle geben ihr eine unverwechselbare Note. Man kann Mairüben wie Radies frisch vom Beet genießen, in Salate raspeln oder einfach kurz in Butter andünsten. Es gibt sie in weißer, roter oder gelber Schalenfarbe. Das Fruchtfleisch variiert je nach Sorte zwischen weiß und gelblich. Wer es besonders mild schätzt, schält die Früchte einfach.

Je nach Witterung fällt der Startschuss zur Aussaat der leckeren Rübchen schon Ende März bis Anfang April. Sie zählen somit zum ersten Gemüse aus dem Garten. Ein luftiges Vlies puffert gegen Spätfröste ab. Gesät wird im Abstand von 20 cm zwischen den Reihen und etwa 10 cm in der Reihe. Damit sich die anspruchslosen Rüben gut entfalten können, dünnt man zu dichte Aussaaten per Hand aus. Passt der Standort und die Witterung, steht einer Ernte bereits Ende Mai nichts mehr im Wege. Spätere Frühlingsaussaaten sollte man aber am besten mit einem Gemüseschutznetz abdecken, denn auch die Larven der lästigen Gemüsefliegen schätzen die zarten Rüben und machen die Ernte schnell unansehnlich und unbrauchbar. Frischer Mist sollte vermieden werden, da er die Gemüsefliegen anlockt. Ein Wechsel der Anbauflächen beugt zudem der Kohlhernie vor. Obwohl die Mairübe vom zeitigen Frühling bis in den Spätsommer gesät werden kann, liefern frühe und späte Aussaaten die mildesten Früchte. Gängige Handelssorten sind z. B. `Natsu Komachi F1`, `Navet Plessis F` oder `Snowball` mit kugelrunden Früchten.

Manche Sorten, wie `Namenia`, bilden keine Rüben aus. Hier wird nur die zarte Blattrosette verzehrt. Wer nur das Laub oder die Blattstiel verwenden möchte, kann Mairüben auch gezielt eng säen, um eine Ausbildung der Rüben zu bremsen um das Wachstum des Laubes und der Blattstiele zu fördern. Die Blattstiele oder das Blatt werden wie Spinat oder Mangold zubereitet.

Fotos: Thomas Neder