Die schönsten Sommerbräute
 

(Tn) Die Sonnenbraut (Helenium Hybr.) zählt neben Rittersporn, Pfingstrosen und Phlox zu den Klassikern der Staudenrabatte.


Vor allem die Hybriden zaubern einen goldgelben, rotbraunen oder weinroten Farbton auf die sommerliche Staudenrabatte.


In ihrer nordamerikanischen Heimat, die von den Rocky Mountains bis Oregon - Kalifornien reicht, wurde sie vom deutschen Forschungsreisenden Carl Anton Purpus im Sonnenstaat gesammelt. Georg Arends nahm die Sonnenbraut 1896 in seine Staudenkulturen mit auf und züchtete erfolgreich weiter.
Die Sommerbraut wird je nach Sorte zwischen 90 und 140 cm hoch. Sommerbräute lassen die Staudenrabatte je von Juni bis September farbenfroh aufleuchten. Während die alt bekannte kupferrote Sorte Moerheim Beauty schon im Juni blüht, lässt sich die altgold mit hellbraun blühende Züchtung Zimbelstern bis August Zeit.


Die Helenium Hybriden zählen mit zu den dankbarsten Gartenstauden. Ideal ist ein frischer humoser und nährstoffreicher Boden in sonniger Lage. Am sonnigen Gehölzrand werden auch etwas trockenere Standorte toleriert.


Schneidet man spät blühenden Sorten im Juni um etwa ein Drittel zurück, blühen die Pflanzen verspätet von September bis Oktober. Bedingt durch den Rückschnitt bilden sich mehr und standhaftere Triebe. Befinden sich mehrere Sorten auf dem Beet, kann man auch nur einen Teil zurückschneiden, was zu einer langen Blütenstaffelung führt. Klassisch nimmt man die Pflanzen nach etwa 6 Jahren im Herbst oder Frühjahr mit dem Spaten hoch und teilt sie in faustgroße Stücke. Diese Pflegemaßnahme hält die Pflanzen vital und gesund. Die Teilstücke sollten beim Pflanzen nicht zu tief in die Erde gesetzt werden.


Auch als Schnittpflanze ist die Sonnenbraut sehr interessant. Am besten schneidet man im halberblühten Zustand.
Gute aktuelle Sorten sind z. B. Goldrausch (goldgelb mit brauner Mitte, ca. 130 cm), Indianersommer (rot, ca. 90 cm), Kupferzwerg (rotbraun mit dunkler Mitte, ca. 60 cm) und Rubinzwerg (weinrot, 80 cm).


Fotos: Thomas Neder