Liebesperlenstrauch – ein Superstar unter den Beerensträuchern

 

(TN)  Aufgereiht wie eine dicht besetzte Schnur kleiner Liebesperlen leuchten die kleinen Früchte des Liebesperlenstrauches (Callicarpa boninieri). Wenn es für ein Gehölz zutrifft, dass seine Früchte dekorativer sind als seine Blüten und sein Blattschmuck, dann trifft es für das Ziergehölz  aus Asien ganz besonders zu. Im Frühjahr und Frühsommer ist es so unscheinbar, dass man es kaum beachtet.

Im Herbst läuft es dann aber zur Hochform auf und überstrahlt mit seinen Beeren im Grunde alle Gehölze in seiner Nachbarschaft. Man mag über die etwas fremd wirkende Farbe der Früchte diskutieren wie man möchte, auffallend und ein echter Blickfang sind die violett-fliederpurpurfarbenen Steinfrüchte auf jeden Fall. Die eher unscheinbaren Blüten erscheinen im Spätsommer. Sie werden gerne von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Co besucht. Sie stehen in dichten Büscheln zusammen. Eine gute Sorte ist z. B. `Profusion`. Mehrere Pflanzen nebeneinander befruchten sich gegenseitig und erhöhen den Fruchtbehang.

Auch als Vogelnährgehölz sind die 2,5 bis 4 mm großen Beeren der Chinesischen Schönfrucht, wie sie auch genannt wird, bei Amseln und Drosseln sehr begehrt. Die Früchte können es in dieser Hinsicht durchaus mit den Früchten der Felsenmispel, des Feuerdorns, des heimischen Hartriegels oder der Schneebeeren aufnehmen. Wenn sie von den Vögeln verschont werden, leuchten sie oft noch bis ins neue Jahr.

Auch als Fruchtschmuck in der Vase machen sie eine exzellente Figur. Die Früchte gelten als leicht giftig.
Obwohl er das Potential für 3 m Höhe hat, bleibt der auffallende, etwas sparrig wachsende Zierstrauch bei uns meist deutlich kleiner. Am liebsten mag die Schönfrucht einen humusreichen und durchlässigen Boden.  Ein vollsonniger Standort in geschützter  Lage ist von Vorteil. In kalten Wintern kann es vorkommen, dass die Triebe etwas zurück gefrieren. Junge Pflanzen schützt man am besten durch eine Drahtmanschette, die man locker mit Laub färbt. Sie treiben aber im Frühling wieder willig aus.

Wie Hartriegel, Forsythien, Bauernjasmin oder Weigelien lässt sich der Liebesperlenstrauch gut durch Steckhölzer vermehren. Nach etwa 3-4 Jahren sorgen erste dezente Verjüngungsschnitte für eine Vitalisierung der Pflanze. Hierzu werden einige alte Triebe zugunsten junger Ruten dicht über dem Boden abgeschnitten.
Foto: Thomas Neder