Krokusse zwischen Gehölzsaum und Rasen
 

(Tn) Der März ist der Monat der Krokusblüte. Die oft hellen Farben der Krokusblüte bringen das erste bischen Wärme ins neue Jahr. Um im Rasen einen natürlichen Effekt zu erzielen, können die Knollen abweichend von einer Gruppenpflanzung auch ausgestreut und dann dort gepflanzt werden, wo sie hinfallen.

Für den Rand der Gartenhecke, wo der Gehölzsaum in den Rasen übergeht, sind Wildkrokusarten sehr zu empfehlen. Hier können und sollen sie sich üppig vermehren. Sie gedeihen auf Standorten mit durchlässigen Böden, wo der Rasen aufgrund der Beschattung nur lückig wächst und mit Moos durchzogen wird. Diesen meist sehr unerwünschten Zustand lässt die Krokusblüte zumindest im Frühling schnell vergessen.
Will man die natürliche Ausbreitung fördern, darf man erst dann mähen, wenn das Krokuslaub vergilbt ist, bzw. die Samen ausgereift sind. Dies gilt auch für Schneeglöckchen und Märzenbecher. Deren zuckerhaltige Anhängsel (Elaiosome) werden gerne von Ameisen verschleppt, die hierdurch die nat. Ausbreitung unterstützen. Verticutieren und Grabearbeiten sollte man in diesen Bereichen unterlassen. Dies würde einer ungestörten Verbreitung nachhaltig entgegen wirken.

Krokusse kommen von Natur aus im Mittelmeerraum, in Kleinasien, Südrussland und im Iran vor. Sie gedeihen in ziemlich unterschiedlichen Biotopen – von felsigen Arealen bis in die Nadelholzwaldregion hinein. In der Natur gibt es ca. 100 Arten. Die Krokusknolle ist einjährig. Die neue Knolle entwickelt sich im Frühjahr oben auf der alten Knolle. Die Anzahl der neuen Knollen ist abhängig von der Zahl der „Nasen“, welche die alte Knolle entwickelt hat.

Auf Bergwiesen, die noch vom Wasser der Schneeschmelze durchnässt sind, blüht der weiße Crocus albiflorus. Diese Art ist in Gärten nur bei entsprechenden Verhältnissen anzusiedeln.
Die Zahl der Blüten pro Knolle ist variabel. Bei großblumigen Arten, wie z. B. der Sorte `Pickwick` aus der sog. Vernus Gruppe sind es 1 bis 2 pro Knolle. Bei Wildkrokussen können es 8 bis 10 pro Trieb sein. Eine große Knolle kann sogar bis zu 20 Blüten bilden. Für Kiesgärten eignen sich wunderbar Sorten von Crocus crysanthus.

Fotos: Thomas Neder

 

Die ersten bunten Krokusse bilden zusammen mit den zarten Schneeglöckchen eine wunderbares Frühlingsduett.

Passt der Standort und lässt man man sie in Ruhe Samen bilden und ausreifen, erobern Wildkrokusse schnell große Fläche in schütteren Rasenflächen.