Rebella – ein Traum von Herbstafpel
 

(TN) Der milde Winter macht es möglich. Dank der milden Witterung kann man auch jetzt im Wintermonat Februar Obstbäume pflanzen.
Wird ein guter und robuster Herbstapfel gesucht, kann man es mit der Sorte `Rebella` versuchen. Mit der ansprechenden Sorte wurden am Obstlehrgarten des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. gute Erfahrungen gemacht.

Allgemeines
Der Herbstapfel `Rebella` ist vollreif ausgefärbt eine Augenweide. Die hochgebaute Frucht kann frisch vom Baum oder nach kurzer Lagerung verzehrt werden.

Entstehung:

`Rebella` entstand aus einer Kreuzung von `Golden Delicious` x `Remo` und entstammt dem Institut für Obstzüchtung in Dresden Pillnitz. Die Sorte wurde von C. Fischer gezüchtet und befindet sich seit 1997 im Handel. Sie gilt als resistent gegen Mehltau, Feuerbrand, Bakterienbrand, Spinnmilben, und Blattläuse. Auch gegenüber Blüten- und Winterfrösten wird die als sehr robust eingestuft. Bei Schorf soll regional die Resistenz schon durchbrochen sein.

Frucht:
Die Frucht ist groß mit mittelgroß und besitzt eine leuchtend rote Deckfarbe. Schalenrost kommt kaum vor. Das Fruchtfleisch ist grobzellig fest, knackig und saftig. Das Aroma lässt sich als süßsäuerlich und fruchtig beschreiben.
Die Pflückreife wird Ende September bis Anfang Oktober erreicht. Genussreif ist der leuchtende Herbstapfel je nach Geschmacksvorlieben und Lagermöglichkeiten von Oktober bis Januar. Nicht wenigen Apfelfreunden schmeckt er aber auch frisch vom Baum.

Wuchseigenschaften/ Anbaueignung:
`Rebella` wächst mittelstark und bildet eine breite Krone mit eher waagerechten Ästen. Die Äste verzweigen sich mittelstark. Auf schwach wachsenden Unterlagen wie M27, M9, M26 oder Pi 80 liefert er regelmäßige Ernten. Der Ertrag setzt früh ein. Gelegentlich tritt Stippe auf.

Blüte:
Die Sorte blüht sehr reich, und mittelspät. `Rebella` ist diploid und ein guter Pollenspender. Als gute Befruchtersorten gelten `Reglindis`, `Retina`, `Rewena`, `James Grieve` oder `Idared`.

Praxiserfahrung:

Wohl auch durch seine leuchtende Farbe schnitt die Sorte bei Geschmackstest regelmäßig gut ab.

Fotos Thomas Neder