Naschereien aus dem Süden
 

TN_Der sonnige Süden hat einiges zu bieten - optisch, klimatisch und kulinarisch.
Auch im Reich der Kübelpflanzen gibt es ein interessantes Sortiment erlesener „Naschereien“. Hierzu gehört z. B. die Baumtomate Mit etwas gärtnerischem Geschick, kann man sie leicht zur Blüte und zum Fruchten bringen.

Tomaten, die auf Bäumen wachsen – Die Baumtomate

Die Heimat der Baumtomate (Cyphomandra betaceae) liegt in der Bergregionen Perus. Im großen Stil wird sie vor allem in Neuseeland und Kalifornien angebaut.

Als Nachtschattengewächs ist sie mit der Kartoffel und der Tomate verwandt. Sie wird auch Tamarillo genannt. Ihr Wuchs ist üppig. Gefällt es ihr, werden 2- 3 m Höhe schnell erreicht. Die breitovalen Blätter werden bis zu 25 cm groß. Sie sind weichlaubig und riechen, wenn man an ihnen reibt. Der Tomatenbaum ist frostempfindlich und nicht winterhart. Er wird deshalb bei uns als Kübelpflanze kultiviert. Im Freien aufgezogen, können die weichen Blätter und Triebe bei schlechtem Wetter leicht Schaden nehmen. Ein halbschattiger, vor Wind und Wetter geschützter Platz sagt ihr am besten zu. Je nach Überwinterungstemperatur ist die Pflanze immergrün bis laubabwerfend. Da sie gut schnittverträglich ist, kann die Größe den Bedürfnissen leicht angepasst werden.

Die rosa farbenen Kartoffelblüten erscheinen im Sommer. Da die Tamarillo selbstfruchtbar ist, genügt eine Pflanze um zu ernten. Die bei Vollreife purpurroten Früchte fallen schon von weitem auf. Sie erscheinen etwa ab dem 3. Jahr. Sie sind dann reif, wenn man sie mit dem Finger leicht eindrücken kann. Der Geschmack ist eine exotische Mischung und erinnert etwas an Maracuja. Manche verbinden ihn mit dem Geschmack der bekannten Tomate. Schale und Samen schmecken etwas bitter. Die bittere Note lässt sich durch Schälen, Brühen oder leichtem Zuckerzusatz mindern. Man kann Tamarillos roh essen, für Säfte verwenden, fruchtige Sommercocktails zubereiten oder zu Marmelade verarbeiten.

Jungpflanzen lassen sich leicht aus Samen ziehen. Bei 18 bis 25 Grad dauert die Keimung 2-3 Wochen. Für die Kultur im Container reicht Einheitserde. In der Wachstumszeit wird ca. alle 10 Tage dem Gießwasser ein Flüssigdünger zugegeben. Die Überwinterung erfolgt bei ca. 10 Grad. Gegossen wird dann wenig. Bei ausreichend Licht und temperierten Verhältnissen, fruchtet die interessante Kübelpflanze auch jetzt im Winter. Die Kulturansprüche sind mit denen der Engelstrompeten vergleichbar.

Bezugsquelle:
www.poetschke.de



Fotos: Thomas Neder