Schwarze Himbeeren
 

TN_Die Himbeere wird zurecht als "Königin" unter den Beeren bezeichnet. Der aromatische Geschmack und die zahlreichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe machen sie einzigartig im Sortiment des Beerenobstes.

Rote Sommerhimbeeren zählen zu den echten Klassikern im Hausgarten. Zunehmend wird das Sortiment bunt. Neben aprikotfarbenen und gelben Sorten, macht seit einiger Zeit die schwarze Sorte `Black Juwel` auf sich aufmerksam.

Die Früchte sind pechschwarz, relativ klein und kompakt, lösen gut vom Zapfen und sind eine echte Bereicherung für den Obstgarten. Jetzt Anfang Juli reifen zusammen mit den ersten Himbeeren die schmackhaften, etwas klebrigen Früchte. Der Geschmack ist gut und der Anbau auf jeden Fall einen Versuch wert.

Die Pflanze selbst wächst sehr stark und bildet ähnlich wie Brombeeren kräftige Ranken. Sie können auf guten Standorten über 3 m lang werden. Im Obstlehrgarten des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e. V. wird sie seit einigen Jahren erfolgreich am geräumigen V-Spalier gezogen. Während die Tragruten außen an den Drähten angeheftet sind, wachsen im Innern die Jungruten ungestört heran. Nach der Ernte kann man bereits mit dem Schnitt beginnen. Die alten Tragruten werden hierbei ebenerdig abgeschnitten und anschließend die Jungruten aus dem Inneren nach außen an die Drähte geheftet. Die kräftigen Jungruten werden belassen. Der Rest wird ebenfalls entfernt.

`Black Jewel` ist relativ robust gegen die gefürchtete Rutenkrankheit. Vor allem im Winter hat die ungewöhnliche Sorte ihren 2. Auftritt. Die langen, bizarren Ruten wirken in der kalten, vegetationslosen Zeit durch ihre weiße Bereifung sehr dekorativ und bereichern auf ungewohnte Weise den Garten in der kalten Jahreszeit.

Foto: Thomas Neder

       
Das Sortiment der Himbeeren wird zunehmend bunt. Auch schwarze Sorten wie `Black Jewel` halten Einzug in die Gärten.