Dekorativer Mangold –„Pep“ im Balkonkasten
(TN) Mangold schmeckt nicht nur prima, sondern ist auch eine wunderbare optische Bereicherung für das Gemüsebeet. Auch im Balkonkasten entfalten die gelben, orangen oder roten Stängel des Stilmangolds ihre Wirkung und sorgen für etwas mehr „Pep“ im gewohnten Bild der Blumenkästen. Neuerdings werden auch dreifarbige Mangold - Pflanzen als Tuff angeboten.

Neben Salatpflanzen, die als bunte Mischung in der Nachbarschaft stehen können, lässt sich somit auch auf dem Balkon dekorativer Gemüseanbau im Kleinen betreiben. Neben dem auffälligen Stilmangold gibt es auch den Blattmangold, der mehrfach beerntet werden kann.
Beim Stilmangold erntet man für eine fortlaufende Nutzung am besten, ähnlich wie beim Pflücksalat, die Blätter von außen nach innen ab.

Die alte zweijährige Kulturpflanze aus dem Mittelmeerraum ist bei uns seit einigen Jahren wieder „en vogue“. Mangold schmeckt ähnlich wie Spinat und enthält viel Vitamine und Mineralstoffe. Der Gehalt an Oxalsäure ist jedoch etwas höher als beim alt bekannten Blattgemüse. Während der Anbau von Spinat auf den Frühling und den Herbst beschränkt bleibt, füllt Mangold die Sommerlücke. Neben den Blättern können auch die Blattrippen geerntet und verarbeitet werden. Mit etwas Winterschutz (Reisig, Laub oder Stroh) kann auch noch im 2. Jahr bis zur Blüte fleißig geerntet werden.

Mangold gedeiht auch noch im Halbschatten. Für die Keimung sind mindestens 10 Grad notwendig. Optimal sind 16 bis 22 Grad. Mit Düngergaben kann man eher etwas sparsamer sein, um eine Anreicherung von Nitrat in den Blattrippen zu vermeiden. Der Wasserbedarf ist relativ hoch.

Foto: Thomas Neder