Rittersporn – Klassiker der Staudenrabatte
 

(TN) Rittersporne gehören mit wie z. B. Pfingstrosen und Sommerphloxe zu den echten Klassikern der Staudenrabatte. Im Zeichen der Umstellung auf trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen sind sie etwas ins Hintertreffen geraten.

Auf dem gepflegten tiefgründigen Staudenbeet, das regelmäßig gewässert und mit Nährstoffen versorgt wird, sind sie aber nach wie vor wahre Blütenschätze in Blau. Rittersporne mögen weder lange Trockenphasen noch Nässeperioden auf staunassen schweren Böden. Idealerweise teilt man die Prachtstauden alle 3 bis 4 Jahre mit dem Spaten in faustgroße Stücke. Dies hält die Pflanzen vital und blühfreudig. Das Teilen geschieht am besten im zeitigen Frühling kurz nach dem Austrieb.

Unmittelbar nach der Blüte auf eine Handbreit über den Boden zurück geschnitten und flott in Kultur gehalten, erfreuen sie auf einem humosen Boden mit ausreichender Feuchtigkeit auch mit einer zweiten Blüte. Vor Schnecken sollte man auf der Hut sein. Sie sind genauso begeistert von den edlen Prachtstauden wie passionierte Staudenliebhaber.

So manche Rittersporne, die in Gartencentern angeboten werden, beeindrucken zwar durch eine üppige Levkojen hafte Blütenpracht, sind aber oft recht kurzlebig und nicht ausreichend winterhart.

Gut bedient ist man mit klassischen Sorten der sog. Elatum und Belladonna Gruppe. Diese werden nicht wie die opulenten Pacific Hybriden aus Samen, sondern vegetativ durch Teilung vermehrt, was nat. etwas aufwendiger ist.

(Nicht unerwähnt soll allerdings bleiben, dass Staudengärtnereien zunehmend Acht geben müssen, nur gesundes virusfreies Pflanzenmaterial weiter zu vermehren und einer Degeneration der alten Sorten vorzubeugen).

Ein großer Kenner und Liebhaber der Rittersporne war Karl Förster. Unter seinen wachsamen und kundigen Augen entstanden allein 72 Sorten. Heute sind noch etwa 20 seiner Züchtungen im Handel erhältlich.

Hiervon eine kleine Auswahl:
`Abgesang` (violett blau mit weißem Auge), `Berghimmel` (himmelblau mit weißem Auge), `Finsterahorn` (dunkel enzianblau mit dunklem Auge) oder z. B. `Tempelgong` dunkelt violett blau.

Fotos: Thomas Neder