Schwarze Johannisbeeren eröffnen die Saison der Beerenobstklassiker
 

(TN) Johannisbeeren sind ein fast ideales Beerenobst für den Hausgarten. Auch wenn der Standort nicht vollsonnig ist und der Boden etwas schwerer ausfällt, gedeiht das robuste klassische Beerenobst dort noch immer recht ansehnlich.

Dank neuer Erziehungsmethoden wie die im Obstlehrgarten demonstrierten der Zwei- oder Dreiasthecken und Hochstammpyramiden, kann man mit Johannisbeeren auch ansprechende gestalterische Aspekte bedienen.

Neben roten, rosefarbene und weiß/gelben Sorten gibt es nat. schwarze Johannisbeeren. Frühe Sorten eröffnen schon jetzt mit den Erdbeeren wie der bodendeckenden Zuchform `Florika` die Erntesaison der Beerenobstklassiker. Schwarze Johannisbeeren schmecken in der Regel etwas milder und fruchtiger als rote. Wer die Säure der roten Johannisbeeren nicht mag und dem mehr oder weniger ausgeprägten Cassis Geschmack der schwarzen Sorten etwas abgewinnen, kann ist mit frühen großfruchtigen Sorten wie `Bona`, Casissima Noiroma`, `Neva` oder `Ceres gut aufgestellt.

`Bona` begeistert mit ihren sehr großen Beeren. Ihr Geschmack ist sehr mild und der Ertrag immens. Von einem klassischen Strauch lassen sich bei gutem Fruchtansatz locker 3-5 kg ernten. Ein locker aufgebauter Busch besteht in der Regel aus ca. 8 bis 10 kräftigen Trieben, die 1- 3 Jahr alt sein sollten. Ältere Triebe und überzählige Jungtriebe können schon nach der Ernte mit einem tiefen Schnitt an der Basis des Triebes entfernt werden.

Ebensfalls sehr mild im Geschmack ist die neue Sorte `Casissima Noiroma`.

Wer Johannisbeeren als Hecken erzieht, kann schon jetzt mit den ersten Schnittarbeiten beginnen. Die Seitentriebe der Gerüstäste können jetzt schon eingekürzt und damit die Früchte etwas freigestellt werden. So sie nicht zur Verjüngung gebraucht werden, werden auch die jungen Triebe aus der Stockbasis bodennah gleich mitentfernt.

Foto: Thomas Neder

Die schwarze Johannisbeere `Bona` begeistert mit ihren riesigen Beeren. Ihr Geschmack ist sehr mild und der Ertrag immens.
Auch im Juni kann man durch eine durchdachte Artenwahl die Blüte des Flieders genießen.