Ziersträucher selbst vermehren
 

(TN) Eine ganze Reihe von Ziersträuchern können jetzt im Frühling leicht durch Steckhölzer vermehrt werden.

Hierzu gehören, Forsythien, Zierjohannisbeeren, Deutzien, Bauernjasmin, Weigelien, Hartriegel und z. B. Weiden. Sträucher mit sehr hartem Holz, wie Haselnuss oder Weißdorn machen hier eine Ausnahme. Sie bewurzeln nur sehr schlecht.

Die Methode der Steckholzvermehrung ist im Prinzip recht einfach. Steckhölzer werden in der Regel schon Ende November von kräftigen einjährigen Trieben vor den ersten stärkeren Frösten geschnitten und wie Edelreiser bis zum Stecken im Frühjahr kalt, frostfrei und bei hoher Luftfeuchte z. B. gelagert.

Gesteckt wird das auf ca. 20 cm eingekürzte Steckholz im zeitigen Frühjahr in eine sehr lockere Erdmischung – am besten nach den Eisheiligen. Nur das oberste Auge schaut aus der Erde, um die Verdunstung des noch wurzellosen Triebstücks zu reduzieren. Wie bei der Veredlung kann die Schnittfläche noch mit Veredlungswachs verstrichen werden. Dies verhindert die Verdunstung. Alternativ kann man das ganze obere Steckholzstück auch in flüssiges Wachs tauchen.

Vor dem Stecken wird das Steckholz noch dicht unter dem untersten Auge angeschnitten und event. in ein Bewurzelungshormon (Wurzelfix etc.) getaucht. In der Regel funktioniert es aber auch ohne.

Um die nachfolgende Pflege zu erleichtern, kann man Steckhölzer auch in eine Mulchfolie stecken. So wird die Feuchte länger im Boden gehalten und die Unkrautpflege erleichtert.

Durch das Pinzieren (Einkürzen) des jungen Triebes kann man eine rechtzeitige Verzweigung erreichen. Ein regelmäßiges Gießen verhindert ein Vertrocknen.

Um eine gute Qualität der Jungpflanzen zu erreichen, werden die einjährigen Steckhölzer im Herbst nach dem Laubfall gerodet und kräftig zurückgeschnitten. Danach pflanzt man sie erneut mit einem Abstand von ca. 50 cm auf und erhält dann im 2. Jahr mehrtriebige schöne Jungpflanzen.

Fotos: Thomas Neder

Vor dem Stecken wird das Steckholz noch dicht unter dem untersten Auge
angeschnitten und event. in ein Bewurzelungshormon (Wurzelfix etc.)
getaucht. In der Regel funktioniert es aber auch ohne.

Gesteckt wird das auf ca. 20 cm eingekürzte Steckholz im zeitigen
Frühjahr in eine sehr lockere Erdmischung – am besten nach den
Eisheiligen. Nur das oberste Auge schaut aus der Erde, um die
Verdunstung des noch wurzellosen Triebstücks zu reduzieren