Die Pastinake – ein altes fränkisches Gemüse

 

TN_ Die Pastinake ist eine uralte fränkische Gemüseart. Sie wurde bereits mehrmals zum Gemüse des Jahres gekürt. Momentan ist die leckere Wurzel wieder in  der „en vogue“.

Als klassisches Wurzelgemüse liebt sie zum guten Gedeihen wie die Möhre einen sandig humosen und tiefgründigen Boden. Bodenverdichtungen bereiten ihr Probleme. Bei schweren Böden kann Sand und Kompost (3-5l pro m2) zur Lockerung zugegeben werden.  Der leicht süßliche Geschmack liegt etwas zwischen Möhre und Sellerie. In England püriert man sie z. B. zusammen mit Kartoffeln.  Man kann sie aber auch für Suppen oder Eintöpfe verwenden oder roh geraspelt unter Rohkostsalate mischen.

Die Pastinake enthält ätherische Öle, die dem Kümmelöl ähnlich sind. Sie können Blähungen lindern. Weiterhin ist das gesunde Wurzelgemüse reich an Pektinen (Senkung des Cholesterinspiegels), Kalium (Aktivierung von Enzymen), Folsäure (Zellneubildung), den Vitaminen B6 und B12 (Vorbeugung von Arteriosklerose) und Vitamin C (Schutz vor schädlichen Radikalen).

Die Wurzeln sind frosthart und überwintern. Sie liefern jetzt im Spätherbst noch wunderbares Wurzelgemüse, das man bei Bedarf knackig frisch aus dem Gemüsegarten ernten kann. In frostfreien Perioden können sie sogar bis ins Frühjahr fortlaufend geerntet werden. Nach dem Austrieb im neuen Jahre beginnen sie dann leider  zu schossen, d. h. sie gehen in die Blütenphase über. Die Wurzeln werden holzig und schmecken nicht mehr besonders. Dank ihrer Frosthärte sind Pastinaken ein problemloses Gemüse für den Selbstversorgeranbau im Winter.

Die Aussaat erfolgt in der Regel im März/April. Bis zur Ernte vergehen 6-7 Monate. Die lange Kulturdauer ist vielleicht einer der wenigen Nachteile. Um einem Schossen vorzubeugen, das durch tiefe Temperaturen verursacht wird, empfiehlt sich der Einsatz eines Gemüsevlieses bis nach den Eisheiligen. Der Reihenabstand beträgt ca. 30 – 35 cm. In der Reihe sollte 10 -15 cm Abstand eingehalten werden. Das Saatgut wird ca. 2-3 cm tief gesät. Zu dichte Aussaaten werden am besten per Hand ausgedünnt. Ansonsten ist die Pastinake anspruchslos. Gelegentliches Hacken und eine kontinuierliche Wasserversorgung gehören zu den wichtigsten Kulturarbeiten. Gängige Sorten sind z. B. `Halblange Weiße` oder die schossfeste `White Diamond`.

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Wolfgang Nixdorf
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Fotos: Thomas Neder