Leckere Asienbirnen

 

(Tn) Der Oktober ist die klassische Pflanzzeit für Obstgehölze. Gepflanzt werden kann, solange der Boden noch nicht durchgefroren ist.

Wer eine Alternative zu Birnen und Äpfel sucht, die auch Kindern schmeckt, kann es mit der Asienbirne versuchen. Am Obstlehrgarten in Coburg stehen seit 2006 die Sorten Nijiseiki und Chojuro. Sie fruchten regelmäßig, sind aber keine Massenträger. Nashi wird in der Regel auf Birne veredelt.

Um es vorwegzunehmen, die Asienbirne ist keine Kreuzung zwischen Apfel und Birne, sondern eine eigene Obstart. Nashi hat in Fernostasien eine lange Tradition. In China wird sie schon seit 3000 Jahren angebaut.

Optimal für die Asienbirne ist ein nährstoffreicher tiefgründiger Boden mit viel Wärme. Auf schweren oder kalkreichen Böden treten häufig Chlorosen auf. Das Holz ist frosthart. Die Blüte beginnt früh und ist daher etwas spätfrostgefährdet.

Man unterscheidet apfelfrüchtige Züchtungen japanischer Herkunft und birnenförmige Züchtungen aus China.

Die Früchte der Nashi sind saftig und knackig, dürfen aber nicht zu früh oder zu spät geerntet werden. Die Frucht ist reif, wenn sich die Grundfarbe aufhellt. Der Geschmack ist neutral mit leichtem Melonenaroma. Die Früchte sind windfest.

Nur die Sorte Nijiseiki ist selbstfruchtbar. Mehrere Sorten sind daher von Vorteil. Auch die Birnen zählen als Befruchtungspartner.

Fotos: Thomas Neder